Weihnachten 2004 in der neu gestalteten Kirche feiern – darauf arbeitet die Pfarre Mitterkirchen hin. Der international bekannte Künstler Leo Zogmayer lieferte das künstlerische Konzept.
„Er ist einer der spirituellsten Menschen, die ich kenne“, äußert sich Diözesan-Kunstreferent Hubert Nitsch über Leo Zogmayer. Zahlreiche Kirchen und sakrale Räume hat der Bildhauer in Deutschland und Österreich gestaltet. Jetzt gewann er den von der Pfarre zusammen mit dem Kunstreferat ausgeschriebenen Künstlerwettbewerb zur Innengestaltung der vom Hochwasser 2002 schwer geschädigten Pfarrkirche Mitterkirchen. Die aus den Sechzigerjahren stammende Inneneinrichtung war komplett verwüstet worden. Nur der steinerne Altar blieb erhalten – und soll auch nach der Neugestaltung Zentrum sein.
Respekt für die gotischen Kirche – das sieht das neue Konzept vor. Das ursprüngliche Raumgefühl soll wieder möglich werden, indem ein früherer Anbau vom Kirchenraum abgetrennt und zu einer Werktagskapelle umgestaltet wird.
Die Kirche soll der Pfarre selbst viele Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Eine flexible Bestuhlung trägt dazu bei. Vorne in der Apsis wird der Taufstein stehen. Dort soll bei der Messfeier auch die Kommunion ausgteteilt werden. „Der Mensch ist der Tisch des Wortes“, meint der Künstler. Wer die Kirche betritt, wird am Tor mit dem Satz aus dem Lukas-Evangelium begrüßt: „Das Reich Gottes ist schon mitten unter euch.“
Nach dem Jury-Entscheid am 4. Februar gab es tags darauf bereits eine erste Beratung in der Pfarre darüber. Das künstlerische Konzept wurde von den Pfarrgemeinderäten mit großer Zustimmung aufgenommen, freut sich Pfarrmoderator Dechant Johann Zauner. Nach dem Aufräumen geht es jetzt ans Gestalten der Pfarrkirche Mitterkirchen.