Wirksam vor den Gemeinderats- und Landtagswahlen in Salzburg und Kärnten fixierten Verkehrsminister Gorbach, LH Schausberger und eine Reihe von Bürgermeistern eine Lärmschutzvereinbarung für die Tauernautobahn. Damit soll der Widerstand der Bürger aufgeweicht werden. Sie fürchten, dass nach dem Ausbau der zweiten Tunnelröhren durch Tauern und Katschberg der Verkehr massiv zunehmen werde. Dass damit auch die Politik und die Verkehrsplaner rechnen, zeigt die Bereitschaft, nun fast 300 Millionen Euro für Lärmschutzmaßnahmen (mehr als die Tunnels kosten!) auszugeben. Für die heilige Kuh „freie Fahrt“ scheint nichts zu teuer zu sein. Anstatt den Verkehr mit entsprechenden Steuern einzudämmen und damit auch die regionale Wirtschaft und die Umwelt zu schützen, werden den Anrainern Beruhigungspillen verpasst. Und die Großen haben weiter freie Fahrt zwischen den günstigsten Produktionsorten.