Das Wort „fasten“ stammt aus dem Gotischen. Es bedeutet (fest)halten, beobachten, bewachen. Fasten wird ursprünglich gemeint haben: An den Geboten festhalten. Fasten regte allerdings immer die Phantasie an, wie der Buchstabe des Gebotes zu erfüllen sei, ohne sich um dessen Geist zu kümmern. Im Neuen Testament ist beim Evangelisten Matthäus (6,16) nachzulesen, wie Jesus über heuchlerisches Fasten denkt. Zwar gehört es in das Reich der unausrottbaren Gerüchte, dass im Mittelalter in manchen Klöstern Gans und Biber zu den Wassertieren gezählt wurden, und es damit auch in der Fastenzeit erlaubt war, diese zu verzehren. Gesichert ist aber, dass manche sehr erfinderisch ans Werk gingen. Sie stellten z. B. Würste aus Fisch her, die sie so raffiniert würzten, dass sie wie Schweinswürste schmeckten.Fisch zu essen ist Christen auch an strengen Fasttagen erlaubt. Wenigstens drei Gründe könnte es dafür geben: Fisch hat einen geringeren Nährwert als Fleisch. Der Fisch ist ein Geheimzeichen der Urchristen für Christus. Fisch war meist billiger als Fleisch; das Ersparte konnte man für Bedürftige spenden. Die Stellung des Fisches im Fastengebot gilt übrigens für alle Kaltblüter. Was dazu zählt, orientierte sich am Volksempfinden, nicht an der Wissenschaft.
Am Karfreitag und an welchem Tag noch sollen erwachsene Katholiken nur eine sättigende Mahlzeit ohne Fleisch zu sich nehmen?
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