Ein deutliches Ja zum Weg der Kirche in Oberösterreich, die Ehrenamtlichen Leitungsaufgaben in den Pfarren zuspricht. Respekt vor denen, die sich darüber trauen – und ein dringender Ruf, das Recht auf Eucharistie nicht zu vergessen. Darum ging es bei der Diözesanversammlung am 13. März.
Ein Team von ehrenamtlichen Laien kümmert sich in der 659 Einwohner zählenden Pfarre Holzhausen, begleitet von Nachbarpfarrer Alois Hoffmann, um die Seelsorge. Die Erfahrungen dieser Pfarre bildeten den Mittelpunkt der Beratung der Diözesanversammlung vom 13. März. Die gemeinsame Sitzung von Pastoralrat, Priesterrat und Dechantenkonferenz befasste sich einen Tag lang mit dem künftigen Zusammenspiel von hauptamtlichen Laien, Priestern und Ehrenamtlichen. Nicht den Mangel, die Chancen, die sich bieten, gilt es zu sehen, meinte die Direktorin der Abteilung Pastorale Berufe, Mag. Brigitte Gruber-Aichberger. Deutlich wurde bei der Versammlung: Auch die Rolle der Priester verändert sich massiv. Doch der Priesterberuf soll ein attraktiver Beruf bleiben, der nicht auf Sakramentenspendung allein reduziert ist. Wir wollen Priester, nicht Verwalter sein, meinten mehrere Priester bei der Versammlung. Generaldechant P. Christian Haidinger stellte fest, dass den Dekanaten als pastoralen Handlungseinheiten noch größere Aufgaben zukommen würden. Trotz des erfreulichen Potenzials an Laien braucht die Kirche auch die Priester. Bischof Maximilian Aichern bezeichnete die Sicherung der Eucharistie in den Pfarren als die Kernfrage. Es gebe ein Recht der Gläubigen auf Eucharistie.