Die Caritas der Diözese Linz weist auf Lücken hin im sonst als sehr fortschrittlich eingestuften oö. Sozialsystem. Wenn 80 Prozent der über 60-jährigen hilfs- und pflegebedürftigen Menschen derzeit von ihren Angehörigen (zu 80 % Frauen) betreut werden, brauchen diese Personen Hilfestellungen. Caritasdirektor Mathias Mühlberger nennt als ein Problem, dass für die pflegenden Angehörigen die sozialversicherungsrechtliche Absicherung fehlt. Die Caritas warnt auch vor der Armutsfalle für pflegende Frauen, die in Teilzeit gehen oder gar wegen der Pflege den Beruf aufgeben.
Ein weiteres Problem sieht die Caritas im Mangel an Pflegepersonal. Dieser liege nicht nur an der mangelnden Attraktivität der Pflegeberufe, es fehlen auch Ausbildungsplätze. Die Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal müssen verbessert werden.