Erschüttert zeigten sich Entwicklungshelfer/innen, die kürzlich 30 Jahre nach ihrem Einsatz das Missionsgebiet des aus Wels stammenden P. Johann Dornstauder in Mato Grosso in Zentralbrasilien besucht hatten. Weite Teile des damals vorhandenen Urwaldes sind nicht mehr da. Der Lebensraum der Indianerstämme ist bedroht. Am 1. Oktober, fand im Bildungshaus Puchberg ein Gedenktreffen an den vor 100 Jahren in Wels geborenen Jesuitenmissionar P. Johann Dornstauder statt. Vertreter des Indianer-Missionsrates in Brasilien waren dazu nach Wels gekommen. Die Indianer erhalten für die ganze Welt den Regenwald, wurde deutlich. Umgekehrt müssten sich auch die Europäer für Entwicklungs-Gerechtigkeit einsetzen. Eine genannte Zahl: Allein der Antrag für ein Entwicklungsprojekt in Brasilien bei der Europäischen Union kostet bis10.000 Euro – und 70 Prozent der Projekte werden dann abgelehnt. Wichtiges Geld landet so in der euopäischen Bürokratie, statt den Projekten selbst zugute zu kommen.