Nach fünfjähriger Renovierung und Umgestaltung durch den Künstler Herbert Friedl weihte Bischof Aichern letzten Sonntag den Altar der Pfarrkirche Ebensee.
Kirchenchor und Orchester brachten die vom Ebenseer Organisten und Musikstudenten Micha Sengschmid zu diesem Anlass komponierte „Festmesse in D“ zur Uraufführung. „Ehrfurchtgebietend ist dieser Ort. Gottes Haus ist hier und die Tür zum Himmel. In Ebensee ist ein gutes Werk geschehen“, würdigte der Bischof das gelungene Werk Friedls.PGR-Obmann Mag. Herbert Mittendorfer dankte Dechant und Pfarrer Alois Rockenschaub für seinen unermüdlichen Einsatz. Neben Ebensees Bürgermeister Herwart Loidl, Bezirkshauptmann Hofrat Edgar Hörzing und Landtagsabg. Josef Steinkogler waren auch Vertreter der Pfarre Santa Lucia in Prato zu Gast. Aus Prato stammten viele Opfer des KZ-Nebenlagers Ebensee. Seit 1987 besteht eine Städtepartnerschaft über diesen Graben der Vergangenheit hinweg. Dies war Bischof Aichern in seiner Predigt sehr wichtig: „Da war etwas wie Hass, was menschlich auch verständlich ist. Aber Ebenseer und Prateser haben als Menschen zusammengefunden! Von Ebensee und Prato kann jeder Einzelne Versöhnung lernen!“ Auch auf die Schließung der Sodafabrik ging das Diözesanoberhaupt ein: „Als Christen müssen wir unsere Kraft einsetzen, dass es für alle, die von der Schließung der Sodafabrik betroffen sind, eine gute Lösung gibt. Im Gebet zur Altarweihe wissen wir uns mit den Betroffenen verbunden.“