„Ich gebe zu, dass mich der Gedanke fasziniert, die fast vergessene Wiege der europäischen Geistesgeschichte – die Türkei – neu zu entdecken“, meinte Heinz Nussbaumer, bekannt geworden als Pressesprecher zweier Bundespräsidenten, beim Tag der Linzer Hochschulen am 13. Oktober in der Katholischen Hochschulgemeinde Linz. Allerdings warnte er vor einer „überhitzten Europäisierung“, die fundamentalistische Gegenkräfte wachrufen könnte. Besonders würdigte er die Haltung der Kirchen in Österreich, die nicht in eine Islam-Phobie verfallen sind und sich politischem Druck widersetzten. Am Ende, so Nussbaumers Traum, könnte Faszinierendes gelingen, ein Buntheit, in der unterschiedliche Kulturen sich in einer Einheit finden. Es könnte der Beweis gelingen, dass der Islam nicht der unvermeidbare Feind des Westens ist, sondern dass man mit Muslimen kooperieren kann.