Aus den zwei Lehrerbildungsstätten in Linz wird eine werden. Diözese und Bund müssen sich einigen. Wie das Ergebnis ausschauen wird, ist noch völlig offen.
Drei Szenarien sieht Dr. Hans Schachl, Direktor der diözesanen pädagogischen Akademie: Entweder es gibt in Linz eine kirchliche Hochschule oder eine vom Bund geführte Hochschule oder eine Hochschule in gemischter Trägerschaft. Die gemischte Trägerschaft würde eine Art Stiftungsmodell sein, für das es aber noch kein Vorbild gibt. Vor Verhandlungsbeginn nimmt Schachl zu keiner der drei Varianten offiziell Stellung. Als Eckpunkte hält er aber fest: „Wie immer die Lösung ausschaut, muss für beide Seiten fair sein und die Möglichkeit geben miteinander weiterzuarbeiten.“ Ein entscheidendes Datum wird die Bischofskonferenz am 10. November 2004 sein. Dort werden die Bischöfe einen gesamtösterreichischen Verhandlungsvorschlag erarbeiten. Erst dann kann das Team der Diözese Linz tätig werden, erklärt Dr. Karl Aufreiter vom Diözesanschulamt. Dr. Josef Fragner von der Linzer Bundes-PÄDAK erklärt, dass er selbstverständlich zur Zusammenarbeit mit der Diözese bereit sei, stellt aber klar: „Es ist unvorstellbar, dass es in Oberösterreich nur eine kirchliche Hochschule geben soll. Der Bund darf die Lehrerausbildung nicht aus der Hand geben.“ Wenn die Kirche eine zusätzliche Alternative anbieten wolle, soll sie das machen, so Fragner.