„Älter werden – Leben gewinnen“ war das Thema beim Diözesantag der KMB. Der Publizist Dr. Peter Pawlovsky (rechts) ermunterte dabei, Zwiesprache mit der eigenen Lebensgeschichte aufzunehmen. Dem „unterdrückten Kind“ im Mann, das sich im Berufsleben nicht entfalten konnte, auch den Beziehungen und Gefühlen, gelte es sich zuzuwenden. Feindseligkeiten und Unzufriedenheit seien ein höhreres Gesundheitsrisiko als Rauchen und fettes Essen, meinte Pawlovsky.
Der Dialog für Österreich mit den damals (1998) klar formulierten Anliegen ist endlich aufzunehmen, forderte Dr. Franz Gütlbauer – und erhielt dafür den Beifall der Männer.
Diakonat für Frauen, wenigstens eine Diskussion über Zölibat und Priesteramt, aber auch konkrete Schritte der Politik forderte Dr. Franz Gütlbauer beim Diözesantag der Katholischen Männerbewegung, der am 23. Oktober im Bildungshaus Puchberg über die Bühne ging. Ehe und Familie bedürften eines besseren Schutzes. Gütlbauer will ebenso ein familiengerechtes und solidarisches System der Alterssicherung und eine vom Einkommen unabhängige Grundsicherung für alle. „Ohne unsere Bauern verlieren wir alle den Boden unter den Füßen, ohne unsere Kleinbetriebe werden wir vom Kapitalismus überrollt“, sprach er weitere politische Themen an. Dabei rief er die Konsumenten auf, das angemessene Entgelt für deren Produkte zu zahlen, statt nur nach Billigstangeboten zu greifen.
Von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer erhielt die Mänerbewegung die Zusage, dass Entwicklungshilfe-Gelder in Oberösterreich vom Sparkurs ausgeklammert werden – „weil es uns wichtig ist, und weil wir damit ohnehin kein Budget retten könnten“. Investitionen in die Entwicklungshilfe könnten den Weltfrieden sichern, betonte Pühringer. Hauptthema beim Diözesantag war „Älter werden – Leben gewinnen“. Es ist dies der österreichweit gemeinsame Jahresschwerpunkt der KMB. Rund 350 Delegierte nahmen am Diözesantag in Puchberg teil.