Das ehrenamtliche Engagement der Religionslehrer/innen in der Pfarre war das Thema der Vollversammlung 2004 der Interessensgemeinschaft (IG) der Oö. Laientheolog/innen.
„Die erste Aufgabe eines Religionslehrers und einer Religionslehrerin ist einen guten Unterricht zu machen“, betonte Dr. Christoph Baumgartinger. Der Rektor des diözesanen Schulamtes war Referent bei der Tagung der IG Laientheolog/innen. „Glaubwürdige Zeugen des Evangeliums können Religionslehrer/innen aber nur dann sein, wenn sie es mit anderen feiern und zu leben versuchen.“ Theologische Stilunterschiede, fehlende persönliche Ressourcen und eine gewisse Entfremdung der Religionslehrer/innen von der Kirche können Gründe für ein geringes Pfarrengagement sein. Im Gespräch zwischen Pfarre und Religionslehrer/innen klärt sich hier vieles, so Baumgartinger. Beheimatung muss auch nicht unbedingt in der Wohnpfarre sein. Die bei der Vollversammlung anwesenden Religionslehrer/innen machten deutlich, dass sie ihre Erfahrungen in Bezug auf Kinder und Jugendliche in die Pfarrarbeit einfließen lassen möchten, dass sie aber nicht auf die Frage reduziert werden wollen: „Wie viele Kinder und Jugendliche bringt ihr in die Kirche?“ Dahinter steckt die Unsicherheit vieler Pfarren im Umgang mit Jugendlichen. Religionslehrer/innen wünschen sich ein Interesse der Pfarren an ihrer Arbeit. Das wäre ein erster Schritt, die vorhandenen Kräfte zu bündeln, so IG-Vorsitzende Gabriele Eder-Cakl.