Während Flüchtlinge in der Öffentlichkeit als Problemfall abgehandelt werden, gibt es auch andere Erfahrungen.
„Der Glaube gab uns Kraft in so viel Not und dem grausamen Krieg“, bekennen Juro und Ruza Dramac aus Adlwang, die ihre Heimat Bosnien-Herzegowina wegen der politischen und wirtschaftlichen Verhältnisse 1990 verließen. In Adlwang, einer Gemeinde mit 1600 Einwohnerndavon 47 ausländische Mitbürger/innen, fühlen sie sich seit 14 Jahren angenommen. Ihre erste Unterkunft fanden sie im Pfarrhof, wo sie und weitere Verwandte anfangs von Köchin Maria Hieslmayr versorgt wurden. „Es hat nie Streit oder Missgunst gegeben“, erzählt die Pfarrerköchin. Großen Anteil an der gelungenen Integration hatte auch die Teilnahme am kirchlichen Leben der insgesamt 32 Bosnier und Kroaten. „Adlwang wurde unsere zweite Heimat, wo wir glücklich sind, und dafür können wir nicht genug danken“, fasst Familie Dramac ihr Gefühl zusammen: „Nur der Respekt vor dem Menschsein des anderen lässt Frieden zu.“