Bei allen Veränderungswünschen – man muss auch zur gegenwärtigen Gestalt der Kirche ja sagen können, meint Dr. Ewald Volgger.
Um die Grundfrage, was einen Priester eigentlich ausmacht, ging es in der Vollversammlung des Priesterrates am 1. und 2. Dezember im Bildungshaus Schloss Puchberg. Trotz aller Veränderungsnotwendigkeiten – „Kirche ist immer mehr als Menschenwerk“, betonte der Linzer Liturgieprofessor Dr. Ewald Volgger (Bild). Angesichts der Demokratisierung in der Gesellschaft müsse das unter feudalherrschaftlichen Verhältnissen entstandene Priesterbild überdacht werden, meinte Volgger. Wer Priester werden will, müsse jedoch zu den konkreten Bedingungen – wie Ehelosigkeit oder dass nur Männer geweiht werden, ja sagen können. Es gehe um ein Grundvertrauen auch unter schmerzlichen Bedingungen.