An dem alljährlichen Treffen der Priester, die –aus dem Amt geschieden – geheiratet haben, nahm auch Bischof Maximilian Aichern teil.
Rund 35 Priester ohne Amt waren zur Zusammenkunft in Wels gekommen, bei der der Religionsphilosoph Anton Grabner-Haider über Möglichkeiten referierte, wie Priester ohne Amt – dem Kirchenrecht nicht widersprechend – tätig sein können. Sie könnten unter anderem zur Entwicklung neuer Riten beitragen: „Es werden neue geistliche Zeichen gesucht, da die Grundriten der Kirche von vielen Menschen nicht mehr verstanden werden.“ Bischof Aichern dankte allen Teilnehmern für ihren Einsatz in der Kirche als Religionslehrer oder in ehrenamtlichen Tätigkeiten: „Es geschieht viel durch die Brüder, die ihr Amt nicht ausüben können.“ Beim Treffen kam der Personalplan 2005 bis 2010 (KIZ 47) der Diözese zur Sprache. Dazu wurde vorgeschlagen, dass in einem alternativen Plan auch die Priester ohne Amt verzeichnet werden, um so auf ein Potenzial in der Kirche von rund 100 Männern aufmerksam zu machen, das zur Zeit nicht genützt wird.