Der aus Stroheim bei Eferding stammende Brasilienmissionar P. Josef Hehenberger wird künftig das Zisterzienserstift Jequitiba leiten. Er gehört dem Kloster an, seit er 1966 aus dem Stift Schlierbach nach Brasilien gekommen ist.
Seine Liebe und seine Leidenschaft gehört den Armen: den Straßenkindern, den Landlosen und Kranken. Daran hat P. Josef Hehenberger nie einen Zweifel gelassen. Und das wird sich auch nicht ändern, wenn er als Abt der Zisterziensergemeinschaft von Jequitiba vorsteht. Das Kloster zählt 20 brasilianische Mönche und drei Österreicher, die aus dem Mutterkloster Schlierbach kommen. Schlierbach gründete 1939 die Niederlassung Jequitiba. P. Hehenberger ist seit 1979 Pfarrer in der Stadt Jacobina, die 130 km von Jequitiba entfernt liegt. Er will weiterhin Pfarrer bleiben und die Pfarre mit Hilfe eines so eben gegründeten kollegialen Koordinationsrates weiterführen. „So bekommt die Kirche der Laien mehr Gewicht“, kann Hehenberger seinem Weggang Positives abgewinnen: „Die Laien werden sicherstellen, dass die neuen Formen des Kirche-Seins, wie wir es in Jacobina leben, nicht verloren gehen.“
Das Kloster sieht P. Josef als einen Ort der Armut und Einfachheit. Wichtig ist ihm, dass das Ordensleben von den Armen verstanden wird. „Die Situation des Volkes muss auch in unserem Kloster sichtbar werden. Das Klosterleben muss den Armen dienen“, bringt er die Sendung von Jequitiba auf den Punkt. „Vermutlich werden wir noch Privilegien abbauen müssen und das wird schmerzvoll sein.“ Bei der Umsetzung vertraut er ganz auf die Gemeinschaft der Mitbrüder. Alle Oberösterreicher/innen, die P. Josef kennen, bittet er um ihr Gebet. Die Abtweihe findet am am 19. Dezember 2004 um 9 Uhr in der Klosterkirche Jequitiba statt.