„Das verlängerte Dasein wird zwar mehr individuelle Möglichkeiten, aber angesichts von ökonomischen Verknappungen auch einschränkende Konsequenzen für jeden Teilnehmer im Rentensystem enthalten. Die Spannungen zwischen Verwöhnungsspirale und Sparzwängen werden zunehmen“, dies meinte der Soziologe Univ. Prof. Dr. Leopold Rosenmayr, einer der Referenten des Symposiums der GRÜNEN „Paradigmenwechsel in der oö. Altenpolitik“ am 3. Dezember in Linz. Rosenmayr sagte, dass die Zukunft mehr innere, aber auch körperliche Vorbereitung auf das Alter durch selektive Ernährung, Sport und eine vielfältige neue Achtsamkeit auf sich verlange.Die dritte Landtagspräsidentin Doris Eisenriegler stellte bei dem Symposium Vorschläge der GRÜNEN für die Altenpolitik vor: Würde bedeutet, selbst über das eigene Leben bestimmen, über das eigene Geld verfügen und die eigene Intimität wahren zu können. Daher müsse die Selbstbestimmung Grundprinzip auch bei Betreuungs- und Pflegebedürftigkeit sein. Häusliche Betreuung stehe im Vordergrund. „Die Heime der Zukunft sind eine Weiterentwicklung des Bereubaren Wohnens, für das sich Menschen frühzeitig und selbst entscheiden ...“ Beim Pflegegeld sieht Eisenriegler dringenden Reformbedarf. Es sei nicht kostendeckend, zudem stünden für die häusliche Pflege nicht genügend mobile Dienste zur Verfügung. Es sei auch nicht einsichtig, dass Pflegegeld von vornherein im Heim einbehalten werde. Gleichstellung mit zu Hause Wohnenden sei anzustreben.