Über 220 Kindergärtnerinnen tragen das Projekt „Qualität als Prozess“
Ausgabe: 2004/51, Caritas, Kindergarten, Krenn
15.12.2004
- Ernst Gansinger
Was ist Qualität im Kindergarten? – Die Caritas hat sich für alle ihre Kindergärten das Ziel gesetzt, darauf eine Antwort zu geben. Ein entsprechender Prozess begann vor drei Jahren.
Etwa die Hälfte der oö. Kindergärten sind in kirchlicher Trägerschaft. Dieses Netz ist ein wichtiger Garant für Qualität: Gute Praxis spricht sich herum, regt zur Nachahmung an. Begeistert vom Projekt „Qualität als Prozess“ ist die Leiterin des Pfarrcaritas-Kindergartens Ulrichsberg, Maria Neumüller. „Es kommt zu einer intensiveren Zusammenarbeit unter den Kolleginnen. Das gefällt mir.“ Starke Einbeziehung der Eltern ist ein Qualitätsmerkmal. Der Ulrichsberger Kindergarten hat daher im Herbst den Eltern einen Fragebogen gegeben. Die Eltern meldeten hohe Zufriedenheit zurück – Ansporn, es noch besser zu machen. Die Ulrichsberger haben die Eltern zum Besuch eines Kindergarten-Halbtags eingeladen – einmal pro Woche jemand anderer. „Das kommt sehr gut an.“220 Kindergartenleiterinnen aus dem kirchlichen Bereich haben den vor drei Jahren begonnenen Qualitätsprozess durch eine fünftägige Ausbildung absolviert. Ein guter Grund für die Geschäftsführerin der Caritas für Kinder und Jugendliche, Mag.a Renate Krenn, bei einem Studientag zurück und nach vorne zu blicken. Am 30. November lud sie zum Studientag „Qualitätsentwicklung in den kirchlichen Kindergärten OÖ“ nach Linz ein. Meinungsforscher Dr. Werner Beutelmeyer präsentierte Forschungsergebnisse: Es spricht für einen Kindergarten, wenn er nicht um Kinder werben muss. Oder: Mit der Marke Caritas ist die Vertrauensqualität gegeben. Vertrauen, das die Eltern von 17.000 Kindern in den kirchlichen Kindergärten zeigen.