Ausgabe: 2005/02, Land & Leute, Pflegefamilien, Jugendwohlfahrt, Land OÖ. ASVG, Pflegekinder, Eltern
12.01.2005
- Kirchenzeitung der Diözese Linz
„Manchmal muss auch ein Kind noch mal von vorne anfangen. Und zwar dann, wenn leibliche Eltern die Grundbedürfnisse ihrer Kinder nicht ausreichend erfüllen. Jedes Jahr werden für rund 70 Kinder in Oberösterreich Pflegefamilien gesucht ... Was die Kinder jetzt am nötigsten brauchen, ist ein beständiges Zuhause, viel Liebe und vor allem jemanden, der nicht aufgibt, ihnen sein Vertrauen und seine Unterstützung anzubieten.“ – So wirbt die Jugendwohlfahrt des Landes um neue Pflegeeltern.
In Oberösterreich gibt es derzeit 329 Pflegefamilien. Das sind Familien, die ein Pflegekind oder mehrere Pflegekinder bei sich aufgenommen haben. 480 Kinder waren Ende des Jahres 2003 in Pflegefamilien untergebracht, berichtete Landesrat Josef Ackerl bei einer Pressekonferenz am 11. Jänner. Die Zahl der Pflegefamilien konnte nach einer Zeit des Rückgangs in den letzten Jahren stabilisiert werden. Das Projekt „Angestellte Pflegeeltern“ trägt offensichtlich Früchte. Angestellte Pflegeeltern sind voll ASVG-versichert und erhalten eine finanzielle Abgeltung von sozialpädagigischen Mehrleistungen (Supervision, Weiterbildung, regelmäßige Gespräche mit dem Verein ...).
Beim „Verein Pflege- und Adoptiveltern OÖ“ (0732/77 20-152 14; www.pflegeeltern.at) sind derzeit 160 Pflegemütter bzw. -väter angestellt. Sie betreuen 232 Pflegekinder.
Die Jugendwohlfahrt des Landes Oberösterreich wendet sich an Frauen und Männer, mit oder ohne eigene Kinder, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen, die sich vorstellen können, ein Pflegekind aufzunehmen.