- Pfarrer Franz Windischhofer aus Peru lässt im jüngsten Rundbrief seine Förderer wieder an seiner Pfarrarbeit Anteil nehmen. Der aus Königswiesen stammende Priester berichtet vom Besuch der Ortschaft Tocallo, in der fünf Jahre kein Priester mehr war. Nach drei Stunden Autofahrt ging er zu Fuß fünf Stunden nach Tocallo. Dort feierte er mit den Menschen Gottesdienst, hielt Hochzeiten und spendete Taufen. Dann folgte ein neunstündiger Fußmarsch in ein weiteres Dorf auf 3.350 Meter Seehöhe. Durch das wegen seiner Naturschönheiten weltberühmte Colca-Tal ging es zurück zum Ausgangspunkt.Die soziale Situation vieler Menschen in Peru ist wegen der massiven Korruption beklagenswert, berichtet Windischhofer. Die aussichtslose Lage am Arbeitsmarkt treibe viele junge Menschen in den Selbstmord. Projekte wie der Bau einer Hochspannungsleitung in das Bergwerk Ares von April bis Dezember stellen immerhin eine Ausnahme dar und ermöglichen den Menschen, vorübergehend Arbeit zu finden.