An die 60 Verantwortliche von katholischer und evangelischer Kirche sowie Freikirchen dachten in Leonstein darüber nach, wie man das Zusammenleben in der Region fördern kann.
Eingeladen zu diesem Treffen hatte die Ökumenische Initiative. Sie ist im Rahmen der Landesausstellung 1998 „Land der Hämmer“ entstanden und hat tausende Menschen in der Aktion „Zsammsitzen“ über das Leben und den Glauben ins Gespräch gebracht. Auch im Jahr der Bibel 2003 hat die Initiative österreichweit Aufmerksamkeit auf sich gelenkt. In ihrem Umkreis ist die Broschüre „Mir gibt sie was – die Bibel“ entstanden, die allein in Oberösterreich 80.000 Mal verteilt wurde. Und mit Veranstaltungen vor Ort brachte die ökumenische Gruppe tausende Menschen mit der Botschaft der Heiligen Schrift in Berührung. Jetzt setzte die Initiative einen ersten Schritt für eine weitere Aktion: „Jeder einzelne hat was mitbekommen vom Heiligen Geist. Wir sollen aufeinander hören - was ist dir von Gott ins Herz gelegt? ", so Regionaldiakon Carlo Neuhuber, der Obmann der Initiative: „Die Versuchung einfach was zu organisieren, statt zu hören, wäre da: Es gibt genug Stimmen die sagen, wann machts denn endlich die nächste Glaubenswoche, die nächste Woche der Begegnung?“ Neuhuber möchte aber nicht in die Falle des Aktionismus tappen. Darum begann die nächste Aktion mit dem bewussten Hören auf Gottes Wort und die Stille.
Beim ersten Hörabend ist ein buntes Bild an Vorschlägen und Erwartungen entstanden: Mehr Gebet soll es in der Region geben, genauso aber konkrete Schritte für mehr soziale Gerechtigkeit, so der Tenor der Wortmeldungen. Für junge Erwachsene braucht es Begegnungsräume in der Region. Viele junge Menschen wären ansprechbar für den Glauben, nur selten gibt es Pfarren, die dafür Platz haben.
Trotz ökumenischer Initiative wissen viele Menschen wenig von ihren christlichen Schwestern und Brüdern. Die Fremdheit unter den Konfessionen abbauen wäre ein weiteres Ziel.
Auch das Ökumenische Sozialwort der Kirchen sollte gelebt werden: "Es gibt nicht nur die stille Frömmigkeit. Wir haben als Kirchen auch ein kritisches, widerständiges Element anzubieten", erinnern die Teilnehmer/innen am Hörabend.Bis zum nächsten Hörabend am 10. Februar werden die ersten Vorschläge nach Schwerpunkten geordnet.