Die Katholische Arbeitneh-mer/innen Bewegung (KAB) und die Betriebsseelsorge Steyr feierten unter dem Motto „30plus“ ihre mehr als 30-jährige Tätigkeit. Zu jedem Buchstaben des Wortes „PLUS“ formulierten die ehrenamtlichen Mitglieder Leitmotive für die Zukunft. Ein Beispiel: prophetisch, lebensbezogen, unverzichtbar, spirituell.Der derzeitige Pfarrer von Steyr/Resthof P. Sepp Essl hatte 1974 die KAB-Runden mit Hermann Leimer aufbebaut. Das Verhältnis zwischen Arbeiterschaft und Kirche in Steyr war seit dem Bürgerkrieg 1934 gespannt. Zentrumsleiterin Rosa Stumberger: „Ohne uns gäbe es keine Beziehung zwischen Kirche und Arbeitern.“ Die KAB und Betriebsseelsorge versucht, Arbeitnehmern in ihren Proble-men beizustehen. Derzeit schwelt ein Konflikt um die Zahnradfabrik Steyr, deren Zukunft ungewiss ist. „Wenn überhaupt, kann vielleicht ein Drittel der Belegschaft ihren Job behalten“, so Stumberger. „Wir wollen diese Menschen begleiten, ihnen Zukunftsperspektiven geben.“Indes verlagert sich die klassische Rundenarbeit der KAB immer mehr zu einer projektorientierten Tätigkeit. Im vergangenen Jahr wurde die Aktion „Gute Arbeit“ realisiert, heuer möchte Stumberger vermehrt Schwerpunkte in der Jugendarbeit setzen. Jugendleiter Erich Kampenhuber unterstützt die Errichtung einer Skaterhalle und möchte Lehrlingen eine Möglichkeit zur sinnvollen Freizeitgestaltung im Stadtteil Resthof geben.