Wie sieht der Tagesablauf in einem Stift aus? Was gehört zur Organisation des klösterlichen Lebens? Patres aus dem Stift Wilhering gaben in Eferding Einblick in ihren Alltag.
„Viele Leute sind neugierig, was hinter den Klostermauern passiert.“ So erklärt sich eine Teilnehmerin am „Kloster in der Stadt“ das rege Publikumsinteresse. Das 500-Jahr-Jubiläum der Stadtpfarrkirche Eferding gab den Anlass zu der besonderen Idee. Anders als beim bekannten „Kloster auf Zeit“ kamen am Samstag nicht die Interessenten zu den Mönchen, sondern umgekehrt. Zisterzienser des Stiftes Wilhering verbrachten einen Nachmittag im Pfarrzentrum St. Hippolyt, um den zahlreich erschienenen Gästen einen Ausschnitt aus ihrer Gebets- und Ordenskultur näher zu bringen. Nach einem Gebet in der Kirche wurden beim Mittagsmahl aus den Ordensregeln des Hl. Benedikt vorgelesen. Anschließend versammelten sich die Teilnehmer/innen in verschiedenen Gesprächsrunden. Dabei bekamen sie Einblicke in die Lebensweise der Mönchsgemeinschaft und erfuhren, wie ein Kloster als Wirtschaftskörper beziehungsweise als Bildungs- und Kulturträger funktioniert.
Schließlich informierte Mag. P. Wolfgang Haudum, der Direktor des Stiftsymnasiums, über die geschichtliche Entwicklung der Zisterzienser und des Klosters Wilhering.
Mönche haben Humor
Beim abschließenden Imbiss im Pfarrzentrum zeigten sich alle Beteiligten erfreut. Abt Gottfried Hemmelmayr würdigte die „gute Idee“ sowie die „lebendigen Gespräche und das gute Echo“ der Teilnehmer. PGR-Obmann Max Neundlinger war begeistert von der Offenheit der Patres und ihrer „Bereitschaft, den Geist des Klosters nach außen zu tragen.“ Dabei sind Mönche ganz normale Menschen. „Man stellt sich das gar nicht so vor“, sagt Religionslehrerin Christine Mitter. „Sie stehen mitten im Leben, sind sehr offen und haben jede Menge Humor.“ Die Verantwortlichen in Eferding freuen sich über die gelungene Veranstaltungund hoffen, mit dieser einmaligen Aktion einen Impuls für andere Pfarren gesetzt zu haben.