Johannes Holzinger wurde zum Propst von St. Florian geweiht
Ausgabe: 2005/10, Holzinger, St. Florian, Propst, Stift, Weihe, Neuwirth, Johannes Holzinger
09.03.2005
- Matthäus Fellinger
Ein Stift zu leiten bedeutet, die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bauen. Seit Sonntag ist dies Aufgabe von Propst Johannes Holzinger.
Kühl war nur das Wetter. Bei der Abtweihe von KonsR Johannes Holzinger herrschte in der Stiftskirche von St. Florian am Sonntagnachmittag Feststimmung bis in den Abend hinein. Im Altarraum die Mitbrüder aus den 33 Stiftspfarren, Vorgänger Wilhelm Neuwirth und der erst am Donnerstag, 3. März, gewählte Stiftsdechant Ferdinand Reisinger nahmen auf den Sitzen neben dem neuen Propst Platz. Die Aufgabe des neuen Abtes ist es, die Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft zu bauen, betonte Bischof Maximilian Aichern in seiner Predigt. Was unter den Vorgängern und in der Ordenstradition aufgebaut wurde, gilt es zu bewahren. Gleichzeitig gilt es, neue Akzente für die jetzige Zeit zu setzen. Wie sehr das Stift St. Florian mit seinen Pfarren und mit Oberösterreich verbunden ist, zeigte die hohe Zahl der Mitfeiernden. Die Heimatpfarre und Heimatgemeinde stifteten das Abtkreuz und den Ring als Gabe. Berührend war die Szene, als Prälat Wilhelm Neuwirth den Abt-Stab dem Bischof zurück gab, und dieser ihn dem neuen Abt in die Hand gab. „Ich will mit Freude meine Aufgabe angehen“, meinte Propst Johannes Holzinger in seiner Dankansprache. Er betonte das Miteinander mit der Diözese. Zusammen mit dem neuen Stiftsdechant Dr. Ferdinand Reisinger, der diese Aufgabe schon bis vor einem Jahr innehatte, wolle er „mit Liebe im Herzen und mit Besonnenheit“ das Stift leiten. Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer verband seine Gratulation mit dem Dank an den bisherigen Propst Wilhelm Neuwirth. In dessen Zeit fanden große Landesausstellungen im Stift statt, die Anton Bruckner-Ausstellung zum Beispiel; und erst im Vorjahr stand St. Florian mit dem Florianjahr im kulturellen Zentrum des Landes.