Die Pfarre Kleinraming erinnert in einer „Kleinen Chronik“ an die erschütternden Ereignisse rund um einen Bombenangriff auf den Ort im Zweiten Weltkrieg. Am 2. April 1944 bombardierten 200 amerikanische und englische Flieger das Ramingtal und zerstörten 80 Häuser. Viele Menschen aus der Bevölkerung, die gerade den Palmsonntag-Gottesdienst feierten, fanden trotz schwerer Bombentreffer in der Kirche Schutz. Ein Dorfbewohner überlebte den Angriff nicht.Die Bomben galten den Industrieanlagen in Steyr. Eine Vernebelung des Stadtgebiets, die sich auch über das Ramingtal breitete, hatte die Flieger der Alliierten irregeführt. Mit Hilfe von Texten und Zeitungsartikeln aus dem Archiv berichtet Chronist Maximilian Rahofer in der übersichtlichen Broschüre über die Kriegsereignisse. Die „Kleine Chronik“ erscheint in unregelmäßigen Abständen und bringt den Bewohnern von Kleinraming ein Stück Geschichte ihres Heimatortes näher. So erinnert sich etwa in der zweiten Ausgabe eine 85-jährige Dorfbewohnerin an ihre Schulzeit.Die dritte Nummer ist zur Zeit in Arbeit. Sie enthält einen Rezensionstext aus dem Jahr 1906 über die Architektur der Kirchen.