Erst zweimal in seinem Leben war P. Christian Haidinger im Waldviertler Stift Altenburg. Ende August wird er Abt des Benediktinerstiftes sein.
Schlaflose Nächte hatte P. Christian Haidinger letzte Woche zu bestehen. Die zwölf Patres des Benediktinerstiftes Altenburg wollten gerade ihn – Benediktiner von Kremsmünster und Pfarrer in Buchkirchen bei Wels – als Abt haben. Am 9. Mai kam die Anfrage, drei Tage waren Bedenkzeit. Nach Beratungen mit den Mitbrüdern und mit Bischof Maximilian Aichern entschied sich Haidinger zum Ja. Die Diözese Linz verliert damit einen wichtigen Amtsträger, denn P. Christian ist auch seit über einem Jahr Generaldechant. Die Pfarre Buchkirchen wurde am Sonntag von der Wahl und Entscheidung informiert. Nach 27. Jahren legt Ende August Abt Bernhard Naber OSB (71) das Abtamt in Altenburg nieder. Über die Frage der Nachfolge gab es in dem seit dem Jahr 1144 bestehenden Benediktinerstift schon seit einem Jahr einen Orientierungsprozess, gilt es doch das Stift als Seelsorge- und Kulturzentrum auch für die Zukunft zu sichern. Das Barockjuwel im Waldviertel beherbergt Kostbarkeiten, so das „Kloster unter dem Kloster“, das nach Ausgrabungen zum Vorschein kam. P. Christian Haidinger wurde 1944 in Siezenheim (Salzburg) geboren, 1952 kam er nach Thalheim. Er besuchte das Internat in Kremsmünster und trat dort nach der Matura ein. Anschließend studierte er in Rom und legte 1968 die feierliche Ordensprofess ab. 1969 wurde er zum Priester geweiht. 25 Jahre hat P. Christian Haidinger die Cursillo-Bewegung geleitet. Er ist zur Zeit auch geistlicher Assistent der Katholischen Frauenbewegung Österreichs.Als 16-Jähriger war er zum ersten Mal im Stift Altenburg, ein zweites Mal vor vier Jahren im Rahmen eines Konventausfluges. Als P. Christian am Pfingstmontag als designierter Abt das Stift erneut besuchte, war dies ein erstes Kennenlernen. Zunächst einmal möchte er sich mit den Mitbrüdern und mit dem Stift vertraut machen.