Vier Trends in der Ernährung lassen sich feststellen, meint Landesbäuerin Annemarie Brunner: Immer weniger Menschen nehmen sich Zeit, ruhig und ausgiebig zu essen. Mit der Nahrungsaufnahme wird ein Zusatznutzen verbunden – besser als normale Joghurts verkaufen sich probiotische Joghurts, die die Abwehrkräfte steigern sollen. – Der gesundheitsfördernde Aspekt steht im Vordergrund. Und als Gegentrend zum hastigen Essen etabliert sich mehr und mehr die bewusste Hinwendung zur regionalen Küche. All diese Trends haben Auswirkungen auf die heimische Landwirtschaft.
-
Landwirtschaft
Sechs Prozent der Erwerbspersonen in Oberösterreich haben in der Landwirtschaft Arbeit. 2004 sanken die Erzeugerpreise im Pflanzenbau um 7,8 Prozent, in der tierischen Produktion stiegen sie um 3,3 Prozent (besserer Milchpreis, besserer Schweinepreis, leicht anziehende Rindfleischpreise). Nach zwei Jahren mit Einkommens-Einbußen ist das bäuerliche Einkommen 2004 um ca. 1,4 Prozent gestiegen. Die Zahl der Haupterwerbsbetriebe hat weiter zugenommen. Erstmals gibt es mehr Haupt- als Nebenerwerbsbetriebe