Margit Hauft, Präsidentin der Katholischen Aktion OÖ über Bischof Aichern
Ausgabe: 2005/22, Bischof, Hauft, KA, Aichern, Rücktritt, Dankbrief
01.06.2005
- Josef Wallner
„Bischof Maximilian Aichern hat einen Blick für die Talente der Menschen und er traut ihnen etwas zu“. So beschreibt Margit Hauft eine besondere Stärke von Bischof Aichern.
Als Präsidentin der Katholischen Aktion der Diözese Linz tue ihr der Rücktritt von Bischof Aichern Leid, so Hauft, aber sie freut sich mit dem Bischof, dass er eine wohlbestellte Diözese hinterlassen kann: „Er hat den Laien viel zugetraut und so ist Linz eine Diözese, die lebt. Vielen Menschen ist die Kirche in unserem Bunddesland sehr viel wert.“ Die KA Präsidentin hofft, dass der neue Bischof das zu schätzen weiß und den bewährten Weg des organisierten Laienapostolats weitergeht: „Die Diözese Linz ist nicht wie ein Bach in einem regulierten Betonbett, entlang der Ufer gibt es viel Natur. Das macht einen Fluss erst lebendig.“ „Als Kirche von Linz bemühen wir uns bei den Menschen zu sein, bei ihren Leiden und Freuden, bei ihren Hoffnungen und Enttäuschungen, vor allem bei den Menschen, die am Rand stehen“, so Hauft. Sie ist sich gewiss, dass auch ein neuer Bischof diesen Zugang zur Pastoral mittragen wird. „Ich bin ein Fan des Geistes Gottes – das ist keine Phrase, sondern ganz realistisch: Der Heilige Geist wird Linz einen dialogfähigen Bischof schicken“. Sie erinnert aber auch daran, dass das Geschick einer Diözese nicht von einem Bischof allein abhängt: „Alle Christen sind wichtig. Warum soll es nicht gehen, wenn wir alle guten Willens sind und uns bemühen auch Verschiedenheit auszuhalten?“ An Bischof Aichern bewundert Hauft, wie er all die vielen Jahre aufrichtig lächelnd auf Menschen zugehen konnte, obwohl ihm bisweilen übel mitgespielt wurde: „Ich bin fest überzeugt: er ist ein innerlich getragener Mensch.“
Die KIZ beteiligt sich nicht
Zur Sache
Die KIZ beteiligt sich nichtBischof Aichern hatte bei seiner Rücktritts-Presse-konferenz noch nicht zu Ende gesprochen, als schon die Spekulationen um die Nachfolge begannen. Im Handumdrehen war eine Reihe von Namen im Umlauf, die allesamt eines gemeinsam hatten: dass es „aus der Luft gegriffenene“ Kandidaten waren. Die Kirchenzeitung wird sich an diesen öffentlichen Spekulationen nicht beteiligen, weil schade um den Platz in der Zeitung ist. Eine Bischofsernennung wird zur Zeit in der katholischen Kirche so gehandhabt, dass außer dem päpstlichen Nuntius und der Bischofskongregation in Rom niemand Einblick in das Verfahren hat. Nicht einmal Kaffeesud fällt bei dem Auswahlprozess ab, aus dem man dann das eine odere andere herauslesen könnte. Diejenigen Personen, die vom Nuntius befragt werden, sind auf das Strengste zum Schweigen verpflichtet. An den Ergebnissen vergangener Bischofsernennungen hat sich gezeigt, dass vermutlich Kardinal Schönborn sehr intensiv einbezogen ist oder sich intensiv einbringt. Die Kandidaten waren zuletzt Männer des Ausgleichs und Gesprächs, was seine Handschrift ist. In Rom lässt man sich zur Zeit natürlich nicht in die Karten blicken: Es könne innerhalb von zwei Monaten passieren oder auch ein Jahr dauern, so eine – wenig ergiebige – kolportierte Auskunft aus der ewigen Stadt.
Ein Dankbrief für Bischof Aichern
Die Kirchenzeitung lädt ein, Briefe an Bischof Aichern zu schreiben: Gedanken, Gefühle, Erinnerungen, Begegnungen und Wünsche. Kinder dürfen selbstverständlich auch Zeichnungen schicken. Zum endgültigen Abschied aus dem Bischofsamt – nach Ernennung eines Nachfolgers – will die KIZ die gesammelten Schreiben in einem Gedenkbuch dem Bischof übergeben.
Schreiben Sie an: Kirchenzeitung der Diözese Linz, Kapuzinerstraße 84, 4020 LinzFax 0732/7610-3939; E-Mail: office@kirchenzeitung.at