Kraftwerk Kirche: Die Pfarre Wels-St. Franziskus feierte die Kirchweihe
Ausgabe: 2005/22, Aichern, Kirche, Wels, St. Franziskus, Kirchenweihe, Lehner
02.06.2005
- Christian Ortner
Die Seelsorgestelle Wels-St. Franziskus ist eine eigenständige Pfarre geworden. Rund 800 Menschen besuchten am Sonntag die Kirchweihe mit Bischof Maximilian Aichern.
„Ehrfurcht gebietend ist dieser Ort“, zitierte der Bischof die Bibel. „Hier ist nichts anderes als das Haus Gottes und das Tor des Himmels“ (Gen 28,17). Seit Sonntag läuft das „Kraftwerk Kirche“ im Welser Stadtteil Laahen auf Hochtouren. Mit dem Weihegottesdienst wurde das Pfarrzentrum offiziell seiner Bestimmung übergeben. In seiner Predigt hob der Bischof die moderne Architektur und das zukunftsweisende Energiekonzept hervor. Dass die Sonnenenergie eine zentrale Bedeutung in diesem Konzept hat, ließ sich aufgrund nahezu tropischer Temperaturen in dem vorwiegend aus Glas und Holz bestehenden Gotteshaus erahnen. Zur Weihung der Kirche setzte Bischof Aichern symbolische Zeichen: Den zuvor von der Mutterpfarre Heilige Familie übergebenen Altar salbte er mit Chrisamöl. Fünf Schalen mit Weihrauch drückten die Verbindung zwischen Himmel und Erde aus. „Humane Energie und zeitgemäße Spiritualität kommen in diesem Bau zusammen“, sagte der Bischof. „Die Kirche ist up-to-date.“ Neben mehreren Vertreterinnen und Vertretern der katholischen und evangelischen Kirche in Wels feierten auch LAbg. Anna Eisenrauch (ÖVP) und der Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits (SPÖ) die Kirchweihe. Er sprach von einem „glücklichen Tag für die Stadt Wels“. Das anschließende Fest mit Blasmusik und Führungen durch das Pfarrzentrum bildeten den Abschluss der viertägigen Feierlichkeiten.