Einen besonderen spirituellen Akzent hat die Pfarre Kopfing gesetzt: Auf Initiative von Pfarrer Andreas Skoblicki wurden der Kirche Reliquien der heiligen Schwester Faustina Kowalska übergeben. Die Ordensfrau aus Krakau hat eine geistliche Bewegung angestoßen, die den „Barmherzigen Jesus“ in den Mittelpunkt stellt. Mit dem Kult verbunden ist eine Jesusdarstellung mit dem Schriftband „Jesus, ich vertraue auf dich“. Papst Johannes Paul II. hat Sr. Faustina (verstorben 1938) heilig gesprochen und den Weißen Sonntag zum Sonntag der Barmherzigkeit erklärt. Das Kloster Lagiewniki am Stadtrand von Krakau, in dem Sr. Faustina begraben ist, wurde zu einem Wallfahrtszentrum, das von jährlich mehr als einer Million Menschen besucht wird. Die Pfarre Kopfing ist die zweite Kirche Österreichs, die Reliquien der Heiligen erhalten hat. Das Reliquiar wird im Tabernakel des Herz-Jesu-Altars aufgestellt. Für das Allerheiligste, das bisher dort aufbewahrt war, wurde ein neuer Tabernakel im Presbyterium geschaffen. Das neue Altarbild des Seitenaltars ist nun eine Kopie des Bildes vom Barmherzigen Jesus. In einem festlichen Zug – begleitet von der Trachtenmusikkapelle und der Goldhaubengruppe wurde kürzlich das Reliquiar in die Kirche geleitet (im Bild). Pfarrer Skoblicki ist zuversichtlich, dass Kopfing künftig vermehrt zum Ziel von Wallfahrten wird.