Bereits für 30 bis 60 Prozent der längeren Krankenstände sind Burn-out oder andere Stresserkrankungen verantwortlich. Auslöser sind oft der steigende Zeitdruck, die Sorge um den Arbeitsplatz oder die geringe Wertschätzung der eigenen Arbeitsleistung. In der Gesellschaft werden Menschen, die einen körperlichen oder geistigen Zusammenbruch erleiden, immer noch als schwach und psychisch labil abgestempelt. Dem steht entgegen, dass vor allem jene Menschen besonders betroffen sind, die sich beruflich extrem engagieren und immer ihr Bestes geben. Wird eine Stress-Erkrankung nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, kommt es häufig zu einer Eskalation der Situation; die Folgen sind Kündigung, Scheidung oder manchmal sogar der Freitod. Stress ist keine harmlose Modeerkrankung. Der schleichende Verlauf der Krankheit wird zunehmend zur Gefahr und lässt sich nur durch eine ständige Überprüfung der eigenen Belastungsgrenze erkennen und stoppen.