Das kleine Heft nennt sich zwar „Jahresbericht der Fremdsprachigen Seelsorge in der Diözese Linz“, ist jedoch weit mehr als eine trockene Aufzählung von Zahlen und Daten. Knapp, aber sehr informativ werden die einzelnen Seelsorgegruppen vorgestellt: Anzahl der Mitglieder, pastorale Schwerpunkte und Gottesdienstzeiten. Neben Informationen der bekannteren Gemeinden wie der Kroaten und Polen erfährt man unter anderem auch von der albanischen und arabischen Seelsorge. Anliegen für die Zukunft sind der weitere Aufbau der englischsprachigen Seelsorge. Von den rund 6.000 Philippiner/innen, die in Oberösterreich leben und überwiegend katholisch sind, wurde auch die Bitte nach einer eigenen seelsorglichen Betreuung geäußert.
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Campingpfarrer geht in Pension
Die Sommermonate der letzten 35 Jahre hat Pater Johannes Deutsch immer am Campingplatz Appesbach in St. Wolfgang zugebracht. Von einem Wohnwagen aus, der ihm vom Ehepaar Christian und Maria Peter zur Verfügung gestellt wurde, war Pater Deutsch seelsorgerisch aktiv. Er führte Gespräche mit den Urlaubern, feierte mit ihnen Gottesdienste und half in der Orts–pfarre bei der pastoralen Arbeit mit. Die Urlauber nahmen das Angebot des Campingpfarrers mit wachsender Begeisterung auf – so wurde die Feiergemeinde von Jahr zu Jahr größer.Pater Deutsch, der 1935 in Wien geboren wurde, ist Redemptorist und arbeitete in den letzten 20 Jahren als Volksmissionar in Leoben. Am 31. Juli 2005 feierte die Campinggemeinde Appesbach einen Dankgottesdienst mit ihm. Von Seiten der Diözese Linz dankte Bischofsvikar Willi Vieböck dem Campingpfarrer für sein Wirken am Wolfgangsee.