Die etwas andere Sommerlektüre – ein Lesetipp: In seiner berührenden Erzählung Die Hochzeit von Auschwitz. Eine Begebenheit verbindet der oberösterreichische Schriftsteller Erich Hackl auf außerordentliche Art und Weise Politik und Literatur. Er läßt in der Geschichte eines Österreichers und einer Spanierin, die unter den widrigsten Umständen heiraten wollten, verschiedene Stimmen zu Wort kommen.
Die Söhne des Spanienkämpfers und überzeugten Kommunisten Rudi Friemel erinnern sich ebenso wie Leidensgenossen von Auschwitz, seine Schwägerin und selbst seine Frau. Hackl ist bemüht, die Gräuel der NS-Zeit aufzuzeigen und das Geschehene nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Gleichzeitig führt er uns aber auch vor Augen, dass es selbst dann noch Hoffnung gibt, wenn sie schon längst verloren scheint.
Erich Hackl, Die Hochzeit von Auschwitz. Eine Begebenheit, Diogenes-Verlag, 184 Seiten, € 17,40.