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Tiefe Umbrüche fordern das soziale Netz heraus

P. Alois Riedlsperger leitete 22 Jahre die Sozialakademie – Ein Rückblick
Ausgabe: 2005/38, Umbrüche, Riedlsperger, Appel, Sozialakademie, Sozialwort
21.09.2005
- Hans Baumgartner
22 Jahre leitete P. Alois Riedlsperger die Katholische Sozialakademie. Sein großes Anliegen ist es, Menschen zu ermutigen, aus ihrem Glauben heraus Gesellschaft zu gestalten.

Sie haben 1983 die Leitung der Katholischen Sozialakademie (KSÖ) übernommen. Was waren die großen Herausforderungen?

Riedlsperger:
In diesem Jahr ging die Ära Kreisky zu Ende. Dazu beigetragen hat auch die schwere Krise der verstaatlichten Industrie. Diese war nicht nur hausgemacht, in ihr wurde auch der Beginn einer grundlegenden Veränderung der Arbeitswelt sichtbar. Als die KSÖ damals darauf hingewiesen hat, dass durch die rasante Rationalisierung und Automatisierung eine wachsende und anhaltende Arbeitslosigkeit entstehen könnte, wollten das viele nicht wahrhaben.

Sehr deutlich gespürt haben den wachsenden Druck und die zunehmende Unruhe in den Betrieben allerdings die Aktivist/innen der Katholischen Arbeitnehmer/innen Bewegung (KAB). Sie drängten die Bischöfe, etwas zu dieser sich zuspitzenden Situation zu sagen. Das war der Anstoß für das Sozialwort der Bischöfe, das 1990 erschienen ist. Seither haben sich die Umbrüche in der Arbeitswelt durch die Globalisierung noch weiter verschärft.

Wie hat die KSÖ auf diese damals neue Situation reagiert?

Riedlsperger:
Wir haben uns vor allem gefragt, wie der Sozialstaat weiterentwickelt werden müsste, damit die Menschen trotz Arbeitsbedingungen, die immer unsicherer werden, nicht aus dem sozialen Netz fallen. Bei Studienaufenthalten in den USA konnten mein Vorgänger, P. Herwig Büchele, und ich feststellen, was es bedeutet, wenn der Staat die Menschen bei der Absicherung sozialer Grundrisiken wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder Alter allein lässt. Aus dieser Erfahrung heraus haben wir Mitte der 80er Jahre die Idee eines garantierten Grund-einkommens für alle, das nicht von der Erwerbsarbeit abhängt, zur Diskussion gestellt. Es ging uns um ein Element der sozialen Verlässlichkeit in einer Zeit steigender Unsicherheit. Es ist kein Zufall, dass diese Debatte heute wieder hoch aktuell ist.
Damals hat unser Buch „Grundeinkommen ohne Arbeit“ viele Polemiken bis zur Schmarotzer-Debatte ausgelöst. Übersehen wurde dabei, dass es uns vor allem darum ging, Grundfragen zur Entwicklung des Sozialstaates zu stellen. Das heißt auch, danach zu fragen: Welche Rolle spielt die Erwerbsarbeit in unserem Leben? Und was bedeutet es, dass unser ganzes Sozial- und Gesellschaftssystem auf die Erwerbsarbeit hin zentriert ist? Was heißt das etwa für Menschen, die immer öfter keine durchgehende Berufslaufbahn mehr haben? Oder was heißt das für die soziale Sicherheit und den gesellschaftlichen „Wert“ der Frauen, die immer noch den Großteil der unbezahlten Arbeit machen? Was beudeutet gerechte Arbeitsteilung? Leider sind wir politisch bei der Lösung dieser Fragen in den letzten 20 Jahren nicht viel weiter gekommen.

Kommen wir auf den Sozialhirtenbrief zurück. Warum wurde damals dieser breite Diskus-sionsprozess gemacht?

Riedlsperger:
Die Anregung dazu kam von den beeindruckenden Erfahrungen, welche die US-amerikanischen Bischöfe mit ihren breiten Meinungsbildungsprozessen zum Friedens- und Wirtschaftshirtenwort (1983 bzw. 1987) gemacht hatten. Ich habe dann in den Vorgesprächen eine ähnliche Vorgangsweise vorgeschlagen und ein entsprechendes Modell für Österreich entwickelt. Nach Zustimmung der Bischöfe wurde ein „Grundtext zur Diskussion“ erstellt. Er führte zu einer breiten und lebhaften Auseinandersetzung innerhalb der Kirche, aber auch zu spannenden und teilweise sehr kontroversiellen Diskussionen mit politischen Parteien, Interessenvertretungen und Organisationen der Zivilgesellschaft. Die Rückmeldungen flossen dann in die Redaktion des Hirtenwortes ein. Darin ging es dann nicht nur um die Bewertung brisanter aktueller Fragen, sondern auch um grundlegende Themen wie: Wozu dient Wirtschaft? Wie ist die Stellung des Menschen in unserer Gesellschaft im Kontext von Wirtschaft? Was bedeutet nachhaltiges Wirtschaften?

Ein ähnlicher Weg wurde dann ja auch beim Sozialwort der Kirchen Österreichs eingeschlagen. Gab es da große Unterschiede?

Riedlsperger:
Von der Anlage des Diskussionsprozesses und von der Vorgangsweise her gab es Unterschiede. Ein zentrales Anliegen aber war gemeinsam: die soziale Gewissensbildung. Diese ist meines Erachtens nur im Gespräch möglich, in der gemeinsamen Auseinandersetzung mit den konkreten Problemen vor dem Hintergrund des Evangeliums und der Soziallehre. Durch das bloße Wiederholen von Grundsätzen entsteht diese Betroffenheit, die zu einem gesellschaftlichen Handeln aus dem Glauben führt, wohl kaum.

Beim ökumenischen Sozialwort kam noch ein weiteres Anliegen dazu: Es ging um das Sichtbarmachen sowie um die Bestärkung der vielen sozialen Initiativen, die es in allen Kirchen gibt. Sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in Österreich und sie wissen, wo die Menschen der Schuh drückt. Ihre Erfahrungen von den sozialen Brennpunkten waren das Fundament für das Sozialwort. Gleichzeitig sollten die Initiativen aber auch motiviert werden, sich mit den gesellschaftlichen Bedingungen von Armut, Arbeitslosigkeit und sozialer Ausgrenzung stärker zu befassen. Wenn Sie Bilanz ziehen: Sind die Erwartungen aufgegangen?

Riedlsperger:
Ich glaube schon. Zunächst einmal ist es gelungen, durch diese breiten Diskussionsprozesse die Öffentlichkeit verstärkt für soziale Fragen zu interessieren. Weiters ist durch diese Vorgangsweise ein Standard für die Abfassung kirchlicher Dokumente entstanden: Es geht dabei nicht bloß um gute Papiere, sondern um möglichst breite Lernprozesse. Wer sich darauf einlässt, bildet sein Gewissen und wird so zum Sauerteig für Kirche und Gesellschaft. Es geht darum, Menschen zu motivieren, aus ihrem Glauben zu handeln.
Es gibt eine Reihe von Initiativen, die mit diesen Lernprozessen zusammenhängen – etwa das bald nach dem Sozialhirtenbrief einsetzende Engagement für den freien Sonntag oder das Aufstehen so vieler Christen gegen das Ausländervolksbegehren und die konkrete Hilfe für die Bosnien- und Kosovo-Flüchtlinge. Auf regionaler Ebene sind viele Umweltinitiativen entstanden. Auch das gemeinsame Auftreten der Kirchen beim Österreich-Konvent ist eine der Früchte.


Zur Sache: Am Puls der sozialen Fragen


In den 22 Jahren seiner Amtszeit als Leiter der Katholischen Sozialakademie Österreichs haben P. Alois Riedlsperger und seine Mitarbeiter/innen das Angebot der KSÖ deutlich ausgeweitet. Neben den „klassischen Arbeitsbereichen“ – Gesellschaftspolitik, Politische Bildung und Organisationsentwicklung – wurde vor allem die Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Initiativen verstärkt.

In der Gesellschaftspolitik leistet die KSÖ durch Stellungnahmen und durch ihre Grundlagenarbeit zu aktuellen Themen – wie Steuergerechtigkeit, int. Finanzmärkte, Nachhaltigkeit oder Beteiligungsgrechtigkeit (2/3-Gesellschaft) wichtige Impulse. Dazu gibt es Dossiers, Bücher, Studientage, Seminare etc.

Die Säulen der Bildungsarbeit sind der zweijährige Lehrgang „Soziale Verantwortung“ und die Frauenakademie. Mit der Organisationsentwicklung begleitet die KSÖ Veränderungsprozesse in Firmen, Non-Profit-Organisationen und kirchlichen Einrichtungen bzw. Orden.

Stark engagiert ist die KSÖ in Initiativen wie der Armutskonferenz oder dem Netzwerk Grundeinkommen, das vom 7. bis 9. Oktober in Wien seinen ersten österreichisch-deutschen Kongress abhält.

Infos: www. ksoe.at www.grundeinkommen2005.org


Unser Glaube ist keine private Kuschelecke


P. Riedlsperger, Sie haben sich einen Großteil Ihres Berufslebens mit Fragen des sozialen Zusammenhalts, der Gerechtigkeit oder des nachhaltigen Wirtschaftens beschäftigt. Sind Sie deshalb Priester geworden?

Riedlsperger:
Zunächst stand das Ziel, Ordensmann zu werden, im Vordergrund. Ich habe mich dann den Jesuiten angeschlossen. Und diese haben in ihrem Programm, dass sie dem Glauben und der Gerechtigkeit dienen wollen. Rückblickend bin ich dankbar, dass ich in der Sozialakademie ein Tätigkeitsfeld fand, wo ich auf vielfältige Weise die-sem Ordensziel dienen konnte. Für mich ist Glaube nicht nur eine Privatsache zwischen mir und dem „lieben Gott“. Nachfolge Jesu bedeutet immer auch, einen Blick und eine Hand für den Nächsten zu haben, einen Blick für die Würde des Menschen, für gesellschaftliche Gerechtigkeit, für Friede und die Erhaltung der Schöpfung. Das den Menschen bewusst zu machen, ist für mich eine zentrale Aufgabe kirchlicher Verkündigung und Praxis und nicht bloß eine zweitrangige „Draufgabe“, wie es leider oft den Anschein hat.

Wie sollen Christen die Welt verändern, wenn die Stimme der Kirchen in der pluralen Gesellschaft kaum mehr gehört wird?

Riedlsperger:
Ich meine, dass das so nicht stimmt. Denn ob die Stimme der Kirchen gehört wird, kann man nicht daran messen, wie oft ein Bischof in der ZIB 1 ist. Stimme der Kirche – das sind für mich auch engagierte Betriebsräte, das sind Christen, die Sterbende begleiten oder Pfarrgemeinderäte, die sich für eine gute Altenheimlösung im Ort einsetzen oder einen Deutschunterricht für Ausländerkinder organisieren, das sind die vielen Christen, die in zivilgesellschaftlichen Initiativen gegen Armut, Ausgrenzung oder weltweite Ausbeutung kämpfen. Stimme der Kirche, das sind Caritas, Diakonie und viele andere Organisationen, die mit ihrem Tun beweisen, dass die Sozialverkündigung keine hohle Phrase ist.
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