Am 1. Juni ist „Tag des Lebens“. Vor 30 Jahren hat die „Aktion Leben“ erstmals dazu eingeladen. „Wir wollen damit die Würde und den Wert jedes menschlichen Lebens bewusst machen“, sagt Martina Kronthaler.
Es sei nicht ihre Sache, einfach mit dem Strom zu schwimmen. Sie liebe Herausforderungen, sagt Martina Kronthaler. Sich ein eigenes Urteil zu bilden und dafür auch einzutreten, das habe sie schon am Stiftsgymnasium in Seitenstetten gelernt, meint die Generalsekretärin der Aktion Leben. „Mich regt das immer noch auf, wenn ich miterlebe, wie schwangere Frauen in Österreich behandelt werden, wenn es ein Problem gibt, wenn sie in einer Notlage drinnenstecken“, betont Kronthaler. „Wenn dann unsere Beraterinnen in den Teamsitzungen erzählen, wie wir mit unseren Klientinnen diese oder jene schwierige Situation entschärfen oder lösen konnten, dann ist das für mich auch eine große Bestärkung, wie wichtig unsere Arbeit ist. Da geht es um nichts Abstraktes, da geht es um konkrete Menschen, die hier und jetzt Unterstützung brauchen.“
Klare Sprache. Neben der unmittelbaren Hilfe ist Kronthaler die Bewusstseinsbildung für den Wert und die Würde jedes Menschen ein großes Anliegen. Da brennt das Herz der gelernten Journalistin, auch wenn es mühsam ist, in der Politik oder in der Öffentlichkeit für Positionen, die so gar nicht dem „modernen Meinungsstrom“ entsprechen, Gehör zu finden. „Aber ich glaube, dass wir durch unsere klaren, aber stets gut begründeten Aussagen zunehmend als kompetente Gesprächspartner/-innen ernst genommen werden.“ Für die vielen brennenden Fragen des Lebensschutzes wünscht sich die Mutter von zwei Töchtern ein offenes und sachliches Gesprächsklima.
Mag. Martina Kronthaler: „Ich glaube, dass die ,Aktion Leben‘ sehr modern denkt. So etwa haben wir lange vor der jetzt heiß geführten Debatte um die Verwertung menschlicher Embryonen für die Stammzellenforschung auf diese Gefahr für die Menschenwürde hingewiesen und damit auch einiges erreicht.“