„Während sich die Ethiker noch um Definitionen streiten, erobern die Embryonenforscher die Burg.“ An diesen bekannten Satz erinnerte der Innsbrucker Klinikseelsorger und Ethiker Lothar Müller nach den Beschlüssen des englischen Parlaments. Es erlaubt den Forschern die Herstellung von „gemischten Embryos“ aus menschlichen und tierischen Zellen sowie die „Erzeugung“ von „rettenden Geschwistern“ durch die Selektion von In-vitro befruchteten Embryonen. Angesichts derartiger Entwicklungen, die durchaus auch in Österreich Befürworter haben, ist die Forderung der Aktion Leben nach der Verankerung der Menschenwürde in der Verfassung, so wie das die Regierung auch versprochen hat, ein Gebot der Stunde.
Hans Baumgartner
Gewaltakte sind beschämend
Seit über zwei Wochen herrscht in Südafrika eine Welle der Gewalt gegen Immigranten. Die stetig steigende Arbeitslosigkeit im Land lässt Wut unter den Südafrikanern aufkommen, welche die Migranten vor allem aus Simbabwe, Mosambik und Malawi nun heftig zu spüren bekommen. Und niemand in Südafrika tut etwas gegen diese Ausschreitungen. Nicht die Polizei, nicht die Regierung. Präsident Thabo Mbeki zieht es vor, seine Termine im Ausland wahrzunehmen. Die Krise scheint ihn nicht zu tangieren. Der katholische Bischof von Johannesburg hingegen ist zutiefst besorgt über die Gewaltakte gegen Ausländer. Er warnte vor einer neuen Apartheit in Südafrika. Außerdem schäme er sich als Bürger und Christ für diese Taten – was absolut verständlich ist.Susanne Eller