Armeechef Michel Sleimann wurde am vergangenen Sonntag zum neuen Staatspräsidenten des Libanons gewählt. Damit ist ein 18-monatiger Machtkampf zwischen der pro-westlichen Regierung und der pro-syrischen Opposition unter der radikal-schiitischen Hisbollah beigelegt worden. Möglich wurde die Wahl erst durch einen Kompromiss der politischen Gegner bei Verhandlungen im Golfemirat Katar am 21. Mai. Der Konflikt zwischen Anhängern der Regierung und der oppositionellen Schiiten-Miliz Hisbollah war Mitte Mai eskaliert. Bei den schwersten Zusammenstößen seit dem Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 wurden 81 Menschen getötet. Die Wahl Sleimanns wurde als Friedens-Chance begrüßt. Mit religiös unterlegten oder religiös überdeckten Konflikten wie z. B. im Libanon aber auch in den USA, in Afrika, Asien und Europa setzt sich am 27./28. Juni 2008 eine Tagung im Bildungshaus St. Virgil in Salzburg auseinander. Experten von Rang und Namen werden zum Thema „Religionskonflikte“ sprechen und Auseinandersetzungen in verschiedenen Ländern auf ihren religiösen Gehalt genauer unter die Lupe nehmen. Infos und Anmeldung: