Ausgabe: 2008/30, CD-Tipp, Kinder- und Jugend, Aimee Mann, Rykodisc
23.07.2008
- Klaus Rauscher
So heißt das neue Werk von Aimee Mann und sie kehrt damit zu alter Stärke zurück, nachdem die letzten Alben nicht mehr an die Größe ihrer früheren Platten herankamen. Mit dem Einsatz vieler Synthesizer beschwört Mann wieder die Musik der 80er Jahre, ohne dabei überladen zu wirken, vielmehr bringt sie auch Piano, Gitarren und Bass gekonnt zum Einsatz.
Düstere Gestalten. Auf Smilers tummeln sich ein Haufen düsterer Persönlichkeiten, die gestrauchelt sind und am Rande der Gesellschaft ihr Dasein fristen.
E-Gitarren-Armee. „Freeway“ erzählt die Geschichte eines Süchtigen, der es nicht schafft, die Vergangenheit hinter sich zu lassen; bedrohlich wirkt die Musik, die sich letztlich noch mit einer kleinen Armee von E-Gitarren in rockige Höhen aufschwingt, die gar nicht notwendig gewesen wären.
Düster, drückend. Da ist das Mädchen in „Phönix“, das sich ungeliebt vom Freund abwendet: „Don´t want to abandon you but baby I’ve had my fill / You love me like a dollar bill“. Das wunderbare, aber düster drückende „Great Beyond”, in dem es einzig das Verschwinden als letzten Rettungsanker Hoffnung gibt.
American Way of Life. Es sind immer kleine Dramen, die sich in Manns Songs vollziehen und so den American Way of Life karikieren. Einzig im schunkelnden Finale „Ballantines” gibt uns Mann im Duett mit Sean Hayes Hoffnung, dass bis zu ihrem nächsten Album unsere Welt noch nicht völlig aus den Angeln gehoben ist.