Ein Dauerwellenapparat, wie er ineinem Freistädter Frisiersalon benutzt wurde. Was mitKundinnen zu tun sei, die bei der Behandlung einen Stromschlag bekamen, war in der Beschreibung derMaschine zu lesen. Eine Behandlungdauerte etwa fünf Stunden, verbrannte Haare waren wohl eher die Norm als die Ausnahme.
Schlichte Eleganz statt Reifrock, Erwerbstätigkeit und elektrische Küchengeräte – eine Ausstellung im Schlossmuseum Freistadt widmet sich dem Frauen-Leben in den 1930ern.
Am augenscheinlichsten sind die Änderungen der Welt vor 80 Jahren in der Mode. Sie steht auch am Beginn der Ausstellung in Freistadt. Die Modeverlage druckten damals wie heute unrealistisch dünne Frauengestalten. Statt Korsett und Reifrock waren fließende Kleider modern. Ein ausgestelltes Modell wäre auch heute alltagstauglich.
Frauen in Zeitschriften. Manche Themen in Frauenzeitschriften wirken gar nicht alt, wenn es etwa um Schlankwerden oder Brustvergrößerung geht. In Artikeln über Beziehung heißt es, in der Ehe sollen Frauen gehorchen.
Haushalt. Elektrischer Strom war in den 1930ern eine wesentliche Neuerung, nicht nur für die Beleuchtung, sondern auch in der Küche. Eine wirkliche Erleichterung der Hausarbeit brachten „selbsttätige“ Waschmittel.
Stadtfrauen. Die Ausstellung zeigt ein städtisches Frauenbild. In Landgemeinden hat sich das Frauenleben später verändert.
Zu sehen bis 26. Oktober 2008, Montag bis Freitag: 9 bis 12 Uhr und 14 bis 17 Uhr, Samstag, Sonntag, Feiertag: 14 bis 17 Uhr. Tel. 07942/722 74.