Über 650 Bischöfe forderten bei einer Demonstration in London: Haltet die Versprechen – halbiert die Armut bis 2015
Ausgabe: 2008/31, London, Bischöfe, Demonstration, Armut, 2015, Lambeth-Konferenz, Queen Elisabeth, Regierungsviertel, Armutsbekämpfung, Regierung, Rowan Williams, Kardinal O’Connor, Jonathan Sacks, Hunger
30.07.2008
Eigentlich sollten die 650 Bischöfe, die sich zur Lambeth-Konferenz der anglikanischen Kirche versammelt hatten, am vergangenen Donnerstag zum Staatsempfang beim Premierminister und bei Queen Elizabeth antreten. Zuvor aber zogen sie in einer Demonstration, wie sie London wohl noch nie gesehen hat, durch das Regierungsviertel. Angeführt wurde der Zug vom Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, dem katholischen Erzbischof von Westminster, Kardinal O‘Connor, dem Londoner Oberrabbiner Jonathan Sacks und Vertretern anderer Religionen. Auf zahlreichen Transparenten und Schildern forderten die Religionsvertreter die Einhaltung der Millenniums-Entwicklungsziele. „Die Regierungen müssen ihre Versprechen wahr machen und endlich mehr dafür tun, um den Kampf gegen Hunger und Armut zu gewinnen. Die Kirchen bieten ihnen dabei ihre Partnerschaft an. Aber wir werden nicht zusehen, wie diese Versprechen gebrochen werden und die reichen Nationen weiter auf Kosten der Armen leben“, zitierte Rowan Williams aus einem Brief, den die Kirchenvertreter an Premier G. Brown übergaben. Dieser rief, von dieser Kundgebung bewegt, die Kirchenvertreter auf, auch bei der UNO-Vollversammlung im Herbst ähnlich aufzutreten. „Gemessen am Hunger in der Welt sind unsere innerkirchlichen Probleme trivial“, meinte der Erzbischof von New York.