Lieben und Liebe – damit befassen sich die Salzburger Hochschulwochen 2008. „Jedermann“ Peter Simonischek hält den Festvortrag
Ausgabe: 2008/32, Salzburger Liebesgespräche, Lieben und Liebe, Salzburger Hochschulwochen, Peter Simonischek
06.08.2008
„Stark wie die Liebe ist der Tod“. Unter die-ses düstere Motto stellte heuer Jürgen Flimm die Salzburger Festspiele. Direkt gegenüber dem Festspielhaus, in der Aula der Universität, geht es diese Woche ebenfalls um die Liebe und das Lieben. Die Salzburger Hochschulwochen wollen dabei allerdings den Akzent umdrehen; es geht um die Kraft der Liebe, so wie es im Hohen Lied des Alten Testamentes auch gemeint ist: Stark wie der Tod ist die Liebe. Dabei soll kein heiles, geschöntes Bild gezeichnet werden, wie der Titel „LIEBEN. Provokationen“ bereits sagt. „Es geht um die Herausforderung, uns dessen zu versichern, was Liebe für den Glauben und das Leben heute bedeutet, gerade deshalb, weil dieses Wort medial so abgelutscht oder missbraucht worden ist“, sagt Gregor Maria Hoff, Obmann der Hochschulwochen und Fundamentaltheologe. Das Progamm behandelt das Thema aus verschiedenen wissenschaftlichen, spirituellen und praktischen Sichtweisen. Es geht auch den gesellschaftlichen und persönlichen Gefährdungen und Abgründen der „Liebe“ nach, aber ebenso der Hoffnung und Kraft, die aus ihr erwachsen. Mit der Predigtreihe der Dominikanerin Jordana Schmidt bieten die 1931 gegründeten Hochschulwochen heuer eine neue Form der spirituellen Vertiefung des Themas. Konsequent versucht man auch, das Publikum (1000 Teilnehmer/-innen) der größten katholischen „Sommerakademie“ im deutschen Sprachraum zu verjüngen.