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Christen im Schatten des Drachen

P. Notker Wolf über Christen in China
Ausgabe: 2008/32, Christen, Drachen, Schatten, China, Land der Mitte, Papstbrief, demokratische Staaten, Kulturrevolution, Notker Wolf, Abtprimas, Gesundheitswesen, chinesische Christen
08.08.2008
- Hans Baumgartner
Die tiefe Frömmigkeit und Selbsthingabe der chinesischen Christ/innen hat P. Notker Wolf tief beeindruckt. Seit Mitte der 80er Jahre bereist der Abtprimas der Benediktiner das „Land der Mitte“. Mit viel Geduld ist es ihm gelungen, die chinesische Kirche, aber auch das Gesundheitswesen mit konkreten Projekten zu unterstützen. Die Religions- und Meinungsfreiheit steht in China immer noch auf schwachen Beinen. Die politischen Machthaber fürchten, die Kontrolle über die Menschen zu verlieren.


Sie sind 1985 das erste Mal nach China gereist – quasi undercover. Was war damals Ihre Absicht?
Abtprimas Notker Wolf: Die Missionsbenediktiner von St. Ottilien wirkten seit den 20er Jahren in der damaligen Mandschurei und hatten, an Nordkorea angrenzend, die Diözese Yanji und die Abtei vom Heiligen Kreuz in der gleichnamigen Stadt aufgebaut. 1952 waren die letzten von den Kommunisten vertriebenen Missionare aus China zurückgekehrt. Als China sich wieder öffnete, wollte ich sehen, was von unserem Wirken noch übrig geblieben war und welche partnerschaftliche Verantwortung wir weiter haben würden. Ich war damals Erzabt von St. Ottilien und damit auch der oberste Verantwortliche für unsere Kongregation der „Missionsbenediktiner“.

Als Abt von St. Ottilien haben Sie in China eine Reihe von Projekten gestartet. Wie war das möglich und was ist daraus geworden?
Wolf: Wir haben geholfen Kirchen zu bauen, das Priesterseminar zu erweitern, das Kloster für die Diözesanschwestern neu zu bauen. Dann haben wir zwei Schulbauten unterstützt und den Bau eines kleineren Krankenhauses. Und schließlich haben wir als eine Art Joint-Venture zwischen den Benediktiner/innen auf der einen Seite den kommunistischen Stadtbehörden von Meihekou ein modernes 500-Betten-Krankenhaus gebaut. Die Projekte tun ihren Dienst. Letzteres wird von den Chinesen hervorragend weiter entwickelt und zählt zu den besten Krankenhäusern. Dort arbeiten auch Benediktinerinnen mit. Sie fahren viermal pro Woche mit einer mobilen Klinik, einem umgebauten Omnibus, in die entlegenen Dörfer, um die ärmeren Leute kostenlos zu behandeln. Alle Projekte haben längere Verhandlungen gebraucht, mit viel Geduld. Wichtig war aber, dass wir die Chinesen als gleichwertige Partner ernst nahmen und auf ihre Fragen und Probleme eingegangen sind.

Wie haben Sie die Situation der katho-lischen Christen in den 80er Jahren erlebt und wie sehen Sie ihre Lage heute?
Wolf: Es war anfangs noch die alte Genera-tion, die sich an unsere Leute erinnert hat. Sie konnten es beinahe nicht fassen, dass wir sie über 30 Jahre hinweg nicht vergessen hatten. Ich selber habe ihre Tapferkeit bestaunt. Sie waren damals noch sehr verschüchtert; es lebten ja noch die Leute, die ihnen hart zugesetzt hatten. Heute sind sie viel freier, aber sie gehen in der großen Gesellschaft fast unter.

Wie sehen Sie das Miteinander oder Gegeneinander der zwei katholischen „Lungen-flügel“ in China? Manche sagen ja, das ist auch ein Problem der Funktionäre, nicht nur der Politik.
Wolf: Das Miteinander der beiden Teile der Kirche gestaltet sich immer noch schwierig. Die Untergrundchristen misstrauen der öffentlich tätigen, erlaubten Kirche und halten deren Mitglieder für Verräter, weil sie mit den Regierungsbehörden kooperieren. Doch auch Letztere haben es nicht immer leicht. Dabei halten sie sehr wohl zum Papst. Sehr viel hängt auch von den Ortsbehörden ab.

Welche Wirkung hatte der Papstbrief (Juni 2007) an die chinesischen Katholiken?
Wolf: Der Brief des Papstes wurde von allen Katholiken begrüßt. Aber der darin ausgesprochene Wunsch zur Versöhnung der beiden Teile der Kirche wird noch längere Zeit brauchen. Die Wunden der Vergangenheit wirken zu sehr nach.

Welche Rolle kommt Ihrer Meinung nach der christlichen Minderheit in der aufsteigenden Weltmacht China zu (auch spirituell)?
Wolf: Viele Chinesen sind auf der Suche nach Lebenssinn, gerade die jungen, und finden in den christlichen Kirchen ihre Hoffnung. Die politische Macht sieht die Verbindung der katholischen Kirche mit dem Papst immer noch argwöhnisch. Sie empfindet sie einerseits als Einmischung in innere Angelegenheiten, andererseits ist sie an einer Anerkennung durch den Hl. Stuhl interessiert, weil ihr das eine größere moralische Autorität geben würde.

Was fasziniert Sie an chinesischen Mitchrist/ -innen? Was können wir von ihnen lernen?
Wolf: Es ist zum einen ihr Durchhaltever-mögen, auch ihre Bereitschaft zum Martyrium; zum anderen bewundere ich ihre tiefe Frömmigkeit der Selbsthingabe.

Wenn bei uns von China geredet wird, dann kommt oft auch die Beschränkung der Menschenrechte zur Sprache.
Wo sehen Sie da die heikelsten Punkte?

Wolf: Menschenrechte werden in China anders verstanden als bei uns. Hier bedarf es eines geduldigen Dialogs. Das größte Problem sehe ich in der Meinungs- und Religions-freiheit. Die Partei möchte alles unter ihrer Kontrolle behalten.

Tun westliche demokratische Staaten zu wenig für einen Menschenrechtsdialog mit China, um ja den Wirtschaftspartner nicht zu vergrämen? Wie soll man mit China umgehen (Stichwort Olympiaboykott)?
Wolf: Ein Olympiaboykott hätte m. E. mehr die Sportler als die chinesische Regierung getroffen. Wenn wir Menschenrechte einfordern, dann darf es nie arrogant geschehen. Gegen die gegenwärtige Einschränkung der Journalisten müssen die Regierungen heftig Widerstand leisten. Dabei müssen sie die chinesischen Bedenken berücksichtigen, insofern auch fremde politische Kräfte die Olympiade für ihre Zwecke nutzen wollen.

Tibet war heuer in aller Munde. Es gibt aber auch noch andere Minderheitenvölker, die ähnlich unterdrückt werden. Zeichnen sich da Ihrer Meinung nach positive Lösungsansätze ab?
Wolf: Die islamischen Völker im Westen Chinas beklagen ebenfalls Einschränkungen. Ich meine, das Wichtigste wäre die Mithilfe zum Aufbau einer Rechtsstaatlichkeit. Belehrungen helfen nichts, sondern wecken Ressentiments. Die Regierung hat die nicht leichte Aufgabe, den chinesischen Staat zusammenzuhalten.

China spielt wirtschaftlich und politisch immer mehr auf der Weltbühne mit. Ist das eine Gefahr oder eine Chance – auch im Hinblick auf eine Globalisierung mit sozialen und ökologischen Standards?
Wolf: Wirtschaftlich wird China eine große Herausforderung für die bisherigen Wirtschaftsmächte sein. Auf sozialem Gebiet sind Bemühungen um mehr soziale Sicherheit vorhanden bzw. im Wachsen; ebenso nimmt das ökologische Bewusstsein zu. Die Chinesen leiden selber sehr unter der Umweltverschmutzung. Ich hatte schon vor über 10 Jahren eine Delegation von chinesischen Ökologie-Fachleuten aus dem Nordosten Chinas nach Bayern eingeladen, um unsere Anstrengungen kennen zu lernen.





Stichwort


Die Wurzeln des Christentums reichen in China bis in das siebte Jahrhundert zurück (syrisch-nestorianische Mission). 1579 kamen die Jesuiten Ruggiero und Matthias Ricci nach China. Die Jesuitenmission führte zu einer ersten Blüte, vor allem unter Gebildeten. Der Streit um die Anpassung des Christentums an bestimmte Formen des Konfuzianismus (Ritenstreit) führte im 18. Jahrhundert zum Niedergang. Mitte des 19. Jahrhunderts erlaubte Kaiser Tao kwang die Ausübung des christlichen Glaubens. Bald darauf kamen wieder ausländische Missionare ins Land. Die neue Blüte wurde mit dem Sieg Mao Tse-tungs beendet. Nach zahlreichen Übergriffen mussten Anfang der 50er Jahre alle Missionar/innen China verlassen. Die katholische Kirche wurde in die von Rom losgelöste „Katholische Patriotische Vereinigung“ und in die Untergrundkirche gespalten. Während der Kulturrevolution wurden beide Zweige der Kirche massiv verfolgt. Heute gibt es in China etwa 100 Millionen Christen, 13 Millionen sind Katholiken. Die Christen sind die am stärksten wachsende Religion.



P. Dr. Notker Wolf ist Abtprimas der benediktinischen Ordensgemeinschaften. Gemeinsam mit der evangelischen Journalistin Corinna Mühlstedt beschreibt er im soeben erschienenen Buch „Im Schatten des Drachen“ Begegnungen mit Chinas Christen. Kreuz-Verlag, 16,95 Euro.
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