Ausgabe: 2008/33, Pater Josef,Jose M. García-Cascales, Clarentiner
13.08.2008
- Hans Baumgartner
Tausenden hat er mit dem Cursillo ein „freudiges und freies Leben“ eröffnet. In diesen Tagen feiert er selber und mit ihm viele Wegbegleiter/innen: „Pater Josef“.
Am 9. August wurde der aus Valencia stammende Clarentinerpater Jose M. García-Cascales 80 Jahre alt; vor 55 Jahren wurde er zum Priester geweiht und vor 50 Jahren kam er nach Österreich. „Eigentlich sollte ich damals nur für ein Jahr als Superior nach Wien gehen. Dann wurde es immer wieder verlängert – bis dann der Orden nach 14 Jahren sagte, ich soll hier bleiben“, erinnert sich P. Josef. Damals stand er schon mitten drin in seinem eigentlichen Lebenswerk, dem Aufbau der Cursillo-Bewegung in Österreich und Deutschland. Später kamen noch Kroatien und Ungarn dazu.
Der Funke. 1959 lud ein guter Freund Pater Josef ein, mit ihm in Burgos einen „Cursillo-Kurs“ zu machen. „Ich war nachher Feuer und Flamme für diese Bewegung und ihre Art, die Menschen zu einem lebendigen, eigenständigen Glauben hinzuführen“, erinnert sich P. Josef. In Wien hielt er für Mitglieder seiner Studentengruppe seinen ersten Cursillo (3-Tage-Kurs). „Und der Funke sprang über und weiter – und ich sprang mit.“ P. Josef wurde zum Vater des Cursillo im deutschsprachigen Raum. Über 500 Kurse für rund 20.000 Menschen hat er selber gehalten und mehr als 300 Mitarbeiter/innen ausgebildet. Insgesamt haben in Österreich etwa 100.000 Leute einen Cursillo gemacht, meint P. Josef. Ihn selber habe diese intensive Form der Seelsorge sehr stark geprägt. Das schönste Geburtstagsgeschenk „sind jetzt viele Briefe, wo sich Menschen bedanken, dass sie durch den Cursillo ein freudiges und freies Leben anfingen.“ꆱ