Ausgabe: 2008/33, Wasser, Pfadfinder, Pfadis, St. Georgen, Attergau
13.08.2008
- Ernst Gansinger
5000 Pfadfinderinnen und Pfadfinder aus allen fünf Kontinenten nahmen vom 5. bis 14. August am „Aqua“, dem 12. Internationalen Landeslager der oö. Pfadfinder und Pfadfinderinnen, in Berg/St. Georgen im Attergau teil.
Alles drehte sich am Aqua ums Wasser. Der Alltag, die Unternehmungen und die Projekte – bei denen auch für ein Caritas-Brunnenprojekt in Afrika mit Herz, Hand und Kreativität gearbeitet wurde. Die gemütlichen Zonen und unterhaltenden Angebote hatten ebenfalls Wasser zur Leitidee. Etwa wenn in einem der acht großen Treffpunkte – riesige Zeltkomplexe – eine Ecke eingerichtet war, in der man Wasserpfeife rauchend plaudern konnte. In einem anderem Gastronomie-Zentrum stand mitten im Zelt ein großer Swimming Pool, rund um den Liegestühle zum „Sandstranden“ einluden. Alle diese Zentren waren liebevoll und fantasiereich – dem Thema „Wasser“ entsprechend – ausgestattet.
Holz und Freundschaft. Man kann staunen, was ehrenamtliche Arbeit und das Miteinander vieler junger Menschen alles zuwege bringt: Eine riesige Zeltstadt entstand am Ufer der Ager. Etwa 150.000 Mahlzeiten wurden in diesen zehn Tagen von den Zehn- bis Zwanzigjährigen selbst zubereitet. 55.000 Laufmeter Stangenholz und Bretter wurden zu Lagerbauten verarbeitet und unzählige neue Freundschaften über fünf Kontinente hinweg geknüpft. Am Lager nahmen 32 Delegationen aus 15 verschiedenen Ländern teil.
Geist und Begeisterung. Man kann sich aber auch darüber freuen, mit wie viel Geist und Begeisterung ein zunächst vielleicht als spröde vermutetes Thema – Aqua, Wasser – umgesetzt wurde. Einer der Pfadi-Grundsätze ist das einfache und naturverbundene Leben. Und Wasser spielt dabei eine wichtige Rolle. Der sorgsame Umgang mit Wasser – diesen gebot ja schon die große Anforderung an die Gemeinde-Wasserleitung, zusätzlich 5000 Menschen zu versorgen – war in verschiedenste Erlebnisse eingepackt. Dabei wurde auf ein internationales Miteinander Wert gelegt. So auch beim Projekt einer Gruppe von 16- bis 20-Jährigen, die in Innsbruck Passanten Wasser verkosten ließ – Wasser aus der Wasserleitung und Mineralwasser ... Technik und Natur zu verbinden war eines der Leitmotive des Lagers, wo die Jugendlichen auch einmal ein paar Tage ohne mp3-Player auskamen.
Spaß und Action. Natürlich gab es jede Menge Spaß und Action auf diesem Lager. So forderte zum Beispiel der Hochseilgarten „High Kix“ die Kletterer heraus, persönliche Grenzen auszuloten und auf die anderen Teammitglieder zu vertrauen. www.aqua2008.at