Am 28. September ist es wieder so weit – die Österreicherinnen und Österreicher sind aufge-fordert bei der Nationalrats-wahl ihre Stimme abzugeben. Und das früher als geplant, hatte die große Koalition, die erst am 1. Oktober 2006 ge-wählt wurde, doch per Gesetz entschieden, die National-ratswahlen nun alle fünf statt vier Jahre abzuhalten. Aber die Streithähne SPÖ und ÖVP haben es nicht lange mit-einander ausgehalten. Jetzt wird aufs Neue geworben und werden Versprechungen gemacht. Denn „Es reicht!“ sagt die ÖVP und es ist „Genug gestritten!“ so die SPÖ in ihren Wahlslogans. Hätten sie sich das nicht früher überlegen können?
Insgesamt stellen sich in Österreich zehn Parteien der Wahl – das gab es noch nie. Trotzdem erleichtert das nicht den Gang zur Urne. Viele Menschen in Österreich sind frustriert, herrscht doch seit Jahren ein populistisches Sprücheklopfen der jeweiligen politischen Akteure, anstatt eines produktiven Arbeitens an sinnvollen Konzepten für die Bevölkerung in diesem Land. Das hat auch schon die erste TV-Konfrontation gezeigt. Obwohl sich sowohl Jörg Haider als auch Heinz-Christian Strache zu Beginn der Sendung einig waren, sich keine Schlammschlacht zu liefern, hat genau diese dann stattgefunden – mit aggressiven Sprüchen und Beschimpfungen, gegen-seitigem Ins-Wort-Fallen und Vorwürfen. Doch das war nicht anders zu erwarten. Wie die nächste Regierung aussehen wird, bleibt abzuwarten. Zur Wahl zu gehen ist jedenfalls trotz des derzeitigen politischen Klimas unbedingt ein Muss!