Maria Voce zählte zu den engsten Vertrauten von Chiara Lubich, der Gründerin der internationalen Fokolar-Bewegung. Nach Lubichs Tod am 14. März trat Voce kürzlich ihre Nachfolge als Präsidentin der Bewegung an.
So gut wie einstimmig hatte die Generalversammlung der Fokolar-Bewegung, die in Cas-tel Gandolfo bei Rom stattfand, ihre neue Präsidentin gewählt. Mit der Wahl der 71-jährigen Süditalienerin Maria Voce wird wohl eine neue Phase in der Geschichte der Bewegung beginnen; denn Chiara Lubich hatte die weltweit tätige ökumenische Laienbewegung 1943 gegründet und sie bis zu ihrem Tod geleitet. Voce betont, sie werde gemeinsam mit dem Generalrat der Fokolar-Bewegung und dem Ko-Präsidenten das Erbe von Chiara Lubich weiterführen. Auf diese Weise soll die Gegenwart Jesu immer gewährleistet sein: „Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, bin ich mitten unter ihnen“.
Im Dialog. Geboren wurde Maria Voce am 16. Juli 1937 im süditalienischen Ajello Calabro. Seit 44 Jahren lebt sie in der Fokolargemeinschaft. Gearbeitet hat die Theologin und Kirchenrechtlerin zunächst als Lehrerin. Seit ihrem Türkei-Aufenthalt (1978 bis 1988) pflegt sie Kontakte zu orthodoxen und anderen Kirchen sowie zum Islam. „Die Priorität der Fokolar-Bewegung bleibt es weiterhin, die Einheit der Christen und den Dialog mit anderen Religionen zu fördern. Das Zusammenleben der Generationen und die Zusammenarbeit der Kirchen und Religionsgemeinschaften erachten wir als wichtige Stützen für die Weltgemeinschaft, weil wir damit sozusagen eine universelle Familie aufbauen können“, sagt die neue Fokolar-Präsidentin.