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Gabbra-Kinder im Schulzelt

Ausgabe: 2008/35, Gabbra-Kinder, Schulzelt, Gabbra, Dominiko Diid Ali, Nomadenkinder, Alphabetisierung, Lebensbedingungen, Marsabit, Hunger, Krieg, Zwangsheirat, Schulzelt, Nordkenia, Savanne, Südäthiopien,
27.08.2008
- Robert Tatschl
Nomadenschulen bauen Brücke in eine bessere Zukunft. Alphabetisierung soll die schwierigen Lebensbedingungen von Nordkenias Nomaden nachhaltig verbessern.

Die fast menschenleere Savanne in Teilen Nordkenias erinnert an Bilder vom Mars. Rotbraun ist der Boden, sandig, übersät mit schwarzen, oft kindskopfgroßen Steinen vulkanischen Ursprungs. Es scheint fast so, als hätte die Schöpfung hier den Atem angehalten. Heißer Wind fegt unermüdlich Staub über die weite Ebene. Vom Schweiß gebunden wird er zur braunen Patina auf der Haut, kriecht in Nase, Mund, Kleidung, reizt die Augen. Kein Baum spendet kühlenden Schatten. Untertags gibt es im Freien kein Entkommen vor dem Feuerball Sonne. Wie kleine Dolche dringen ihre Strahlen durch Hemd und Hut, stechen in Kopf, Schultern, Arme. Spärliche Vegetation aus Dornbüschen und hartem Steppengras ernährt kaum die Kamele, Schafe, Ziegen der Nomaden vom Stamm der Gabbra. Seit Menschengedenken sind sie unterwegs, immer auf der Suche nach ein paar Halmen für ihre Tiere, das nächste Wasserloch oft einen Tagesmarsch entfernt.

Abc-Schützen. Rund hundert Kilometer nordwestlich vom Distriktshauptort Marsabit ducken sich kreisrunde Hütten vor der unbarmherzigen Sonne. Ein Mannschaftszelt in der Mitte unterscheidet diesen Kral von anderen. Es dient als mobile Grundschule für Nomadenkinder und begleitet das Dorf auf seiner Wanderschaft. „Ba, be, bi, bo, bu“, skandieren gut 30 Mädchen und Buben im Chor, während sieben österreichische Journalist/innen und Caritas-Präsident Franz Küberl ins Zelt treten, um sich vor Ort vom Stand des Projekts zu überzeugen. Gut 40° Cel-sius treiben den Msungu (Suaheli für Weiße, Anm.) im Nu den Schweiß aus allen Poren. Weder Hitze noch Visite können die Begeisterung der Kinder bremsen. Stolz zeigen sie an der Schiefertafel ihre Lesekünste. Augenpaare leuchten fasziniert, hängen konzentriert an den Lippen eines hageren Teenagers mit Zeigestock. Seit letztem Mai lehrt Dominiko Diid Ali hier zweimal täglich Englisch, Suaheli, Mathematik und Realienkunde. „Vormittags unterrichte ich derzeit 41 Kinder im Volksschulalter, spät nachmittags in der Hirtenklasse dann 35 ältere. Die hüten tagsüber das Vieh“, erzählt der 18-Jährige. Dafür erhält er umgerechnet knapp 80 Euro pro Monat. Diid Ali behält das Geld aber nicht, sondern gibt es an die Dorfgemeinschaft weiter.

Schule statt Zwangsheirat. Die Zeltschule wird vor allem aus Mitteln des Pastoral Integrated Support Programme (PISP) finanziert. Übersetzt bedeutet das: Integriertes Unterstützungs-Programm für Viehzüchter. PISP hat als regierungsunabhängige Organisation seinen Sitz in Marsabit. Es ist Partner einer Reihe von international tätigen humanitären Hilfsorganisationen, darunter Caritas Austria. Seit 1996 erhält PISP Spendengelder aus aller Welt, um die Situation nomadisch lebender Stämme im ariden Norden Kenias gezielt zu verbessern. Viele Mitarbeiter der Initiative sind selbst Gabbra. Sie wissen daher ganz genau, was ihre Angehörigen im täglichen Überlebenskampf am dringendsten brauchen. Dazu gehören Errichtung und Erhaltung ausreichender Trinkwasser-Ressourcen, flexibles Herden-Management um Verluste durch Dürren gering zu halten und Starthilfe für ökonomische Mikroprojekte mittels Kleinkrediten. PISP vermittelt bei Konflikten zwischen Klans und fördert Schulen, besonders solche für Mädchen. Nach Zwangsverheiratung im Kindesalter fast ständig schwanger, müssen sie in den Dörfern den Großteil des kollektiven Arbeitspensums bewältigen. Nur Frauen mit Schulbildung können diesem traditionell bedingten Schicksal entrinnen. Übergeordnetes Ziel aller Projekte von PISP ist die nachhaltige Schaffung stabiler Lebensgrundlagen für die Nomaden.

Hunger zeugt Krieg. Mittlerweile schicken fast alle Eltern ihren Nachwuchs in den Unterricht. Sie haben es verstanden: Schulbildung bedeutet Zukunft. „Nur zwei Familien lassen ihre Kinder nicht in das Schulzelt kommen“, sagt Diid Ali, „sie meinen, es sei nicht nötig zu lernen“. Beschränkung auf einfachste Lehrmittel und spartanisches Leben mit den Nomaden bedeuten für den engagierten Junglehrer nichts Besonderes. „Es ist kein Problem so zu unterrichten. Ich bin ja hier zuhause.“ Genügsamkeit schützt nicht vor Katastrophen. Erinnerungen an die große Dürre vor zwei Jahren werfen Schatten auf die Gesichtszüge des Pädagogen. Die hungernden Kinder seien immer schwächer geworden und der Schule fern geblieben um Essen zu suchen, so Diid Ali. „Man denkt verzweifelt nach, ob Gott Regen schicken wird.“ Regierung und PISP brachten Hilfe. Ein ganzes Jahr haben die Menschen zur Erholung gebraucht. Während der Dürre kam es auch zu Gefechten mit Nachbar-Klans. Neun Menschenleben hat das gekostet, ein Teil des Viehs ging zugrunde. „Wir wissen nicht, was Menschen, die zuvor Freunde waren und dieselbe Sprache sprechen, zum Kampf gegeneinander bewegt“, meint Diid Ali ernst. Bald wird er an einer Universität Kenias studieren, als Stipendiat von PISP.



Gabbra

Knapp 60.000 Nomaden vom Stamm der Gabbra leben an der Nordgrenze Kenias auf einer Fläche von der Größe der Schweiz (rund 40.000 km2). Die Wurzeln des östlichen Kushitenvolkes liegen in Südäthiopien. Gabbra sprechen dieselbe Sprache wie ihre Nachbarn, die Borana, und leben von Viehzucht. Kamele, Rinder, Schafe, Ziegen und Esel bedeuten für den Stamm mehr als Nahrung. Sie sind auch in der traditionellen Religion wichtig, die einen Gott namens Waka verehrt. Der Anteil von Christen wird auf zwei bis zehn Prozent geschätzt, in manchen Gebieten gewinnt der Islam zunehmend an Bedeutung. Die Familie ist der Kern der von Männern dominierten Gabbra-Gesellschaft. Mädchen werden mit neun Jahren verheiratet. Außerehelicher Sex ist verpönt.
Im Gabbra-Dorf leben bis zu 15 Familien in Rundhütten aus geflochtenen Holzstäben, die mit Matten aus Gras und Stoff bedeckt sind. Wichtige Entscheidungen und Rituale sind Sache der Ältestenräte. Sie leiten Dörfer, führen auf übergeordneter Ebene die fünf Klans der Gabbra und segnen Gäste.
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