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Baut Brücken – nicht Mauern

Christen im Heiligen Land haben viele Probleme – doch resignieren wollen sie nicht
Ausgabe: 2008/36, Christen, Heiliges Land, Brücken, Mauern, Betlehem, Schule, Keramikwerkstätte, Taybeh, Friedenslampen, Philippus, Hoffnungslosigkeit, Abuna Raed
08.09.2008
- Karl-Heinz Fleckenstein
Die Mauer in der Region um Betlehem greift wie ein Krebsgeschwür um sich. Sie zwingt die Bewohner dahinter in einen immer enger werdenden Lebensraum. Die Menschen fühlen sich wie in einen Käfig gesperrt – mit einem maximalen Fünf-Kilometer-Radius. Mit viel Kreativität wird gegen die vorhandene Hoffnungslosigkeit gekämpft.

Viele Christen wollen nicht ins Horn der Hoffnungslosigkeit blasen. Sie nehmen die ausweglos erscheinende Situation als Herausforderung an. Dabei hegen sie eine tiefe, innere Überzeugung: Dort, wo das erste Pfingstwunder geschah, ist der Heilige Geist am Werk. Und er wirkt! Da trifft sich jeden Nachmittag eine Gruppe von Ordensschwestern in Betlehem mit Ortsansässigen und Pilgern vor der Mauer. Sie bestürmen den Himmel mit einem Friedensrosenkranz, auf dass der Herr die Herzen bewegen möge, damit aus diesen Zementblöcken der trennenden Barrieren Brücken des Zueinanders und des Vertrauens gebaut werden; denn damit würde von vornherein jedes ängstliche Sicherheitsbedürfnis in der Gegenwart und für die Zukunft überflüssig werden.

Segnen kann Wunden heilen. Wenn die Menschen aus den palästinensischen Gebieten bei den Checkpoints wie durch Löwenzwinger geschleust werden, dann können die Christen, die dem Geist der Bergpredigt verpflichtet sind, den Soldaten nicht den Gefallen tun, sie zu hassen oder zu verfluchen. Sie fühlen sich eher dazu gedrängt, diese zu segnen – in der Überzeugung, dass Gewaltlosigkeit der Gewalt letztlich doch den Sieg davontragen wird und dass Segnen Wunden auf beiden Seiten zu heilen vermag. Dabei geht es nicht um eine Schönfärberei oder eine naive „Vogel-Strauß-Haltung“, indem man den Kopf in den Sand steckt. Ganz im Gegenteil. Der springende Punkt ist, nicht an den vorherrschenden Problemen zu zerbrechen. Eines dieser Probleme ist die hohe Arbeitslosigkeit in der Westbank. Viele haben aufgrund der Mauer ihre Arbeitsstelle verloren. Sollen sie deshalb in Resignation oder gar Hoffnungslosigkeit verfallen? Das wäre das Schlimmste, weil hoffnungslose Menschen zu allem fähig sind – sie haben ja nichts mehr zu verlieren.

Gottvertrauen. Der katholische Ortspfarrer des 9000 Einwohner zählenden Städtchens Beit Jala, Abuna Nidal, kommt sich angesichts dieser Lage manchmal wie eine „lebendige Klagemauer“ vor, wenn seine Schäfchen ihn mit ihren täglichen Nöten und Problemen bedrängen. Also versucht der Pfarrer die Antenne seiner Seele auf Empfang einzustellen. Eine ganze Reihe neuer Ideen hat er: Aus Passivität und Hilflosigkeit soll Kreativität erwachsen; gerade dort, wo die Schwierigkeit am größten ist. Schon lange macht sich der junge Seelsorger Gedanken um die ungünstige Entwicklung vieler Familien. Zahlreiche Familienväter sitzen als Arbeitslose untätig zu Hause herum. Das wiederum schafft schnell Aggressionen und Unmut. Im besten Fall kann sich der eine oder andere als Gelegenheitsarbeiter auf dem Bau oder als Taxifahrer ein paar Schekel verdienen. Zu viel zum Sterben, zu wenig, um einigermaßen zu leben. Wenn die Familie Glück hat, kann die Ehefrau als Lehrerin oder Krankenschwester in einer der christlichen Institutionen arbeiten. Aber wohin dann mit den Kleinkindern, während die Mutter für den Lebensunterhalt sorgen muss? Da kommt Abuna Nidal der zündende Gedanke: „Bei drei ledigen Schwestern, die gut mit Babys umgehen können, richten wir eine Kinderkrippe ein!“ Die Frauen nehmen den Vorschlag begeistert auf. Damit könnte allen geholfen werden. Aber woher das Geld nehmen, um den Raum kindgerecht zu gestalten? Eine Pilgergruppe aus Speyer erfährt von Abuna Nidals Anliegen. Bald sind ein paar tausend Euro gesammelt, als Hilfe zur Selbsthilfe. Das ist für alle Beteiligten sehr wichtig. Aber nicht als Almosen für bettelnde palästinensische Christen! Der Priester legt größten Wert darauf: „Unsere Würde geht uns über alles! Eure Investition soll uns helfen, auf eigenen Beinen zu stehen.“ Es dauert nicht lange, schon ist der rege Pfarrer dabei, die nächste Idee zu realisieren. „Unsere Großmütter könnten Rosenkränze knüpfen und bei jeder Perle ein Ave Maria hineinverknoten. Und wenn viele so handeln, dann kann am Ende selbst der Himmel nicht mehr widerstehen und muss uns den ersehnten Frieden schenken“, meint Abuna Nidal in seinem unverschämten Gottvertrauen.

Stopp der Hoffnungslosigkeit. Doch eine Frage lässt den Pfarrer nicht mehr los: „Wie kann ich dem Problem der Arbeitslosigkeit der Männer meiner Gemeinde auf den Leib rücken?“ Ein Mann ohne Arbeit ist im Orient wie an Händen und Beinen amputiert. Arbeit hätte der Abuna ja genug. Da wäre zum Beispiel die Kirchenfassade zu renovieren; da gäbe es im Pfarrzentrum eine ganze Menge an Arbeit für Elektriker, Maurer und Maler. Mindestens zehn Familienväter könnte der Pfarrer dort monatelang beschäftigen. Und diese Männer bräuchten sich nicht mehr länger ins Abseits gestellt vorkommen. Aber woher soll Abuna Nidal die Löhne nehmen? Seine Gemeindekasse ist leer.
Diesmal sind es einige Verantwortliche der Diözese Speyer, die auf dieses Problem in Abuna Nidals Gemeinde aufmerksam werden. Und sie springen ein. Bald hält der Pfarrer einen Scheck über 2000 Euro in Händen. Inzwischen strahlt die Fassade seiner 150 Jahre alten Kirche wieder in ihrem alten Glanz. Und in der Sonntagsmesse strahlen Abuna Nidal die frohen Gesichter seiner Handwerker an. Das ist sicherlich nur ein Tropfen auf den berühmten heißen Stein. Aber machen nicht viele Tropfen ein Fass guten Weines aus?

Brücken zu anderen Religionen. Viele Christen im Heiligen Land werden sich ihrer Berufung mehr und mehr bewusst, die toten Steine zu verlebendigen und als Nachkommen der Urkirche, die auf keinen Fall ausbluten darf, Auferstehungszeugen zu sein. Sie wollen das Licht dieser guten Nachricht durch ihr Zeugnis der Menschenfreundlichkeit der Liebe – allem Gegenwind zum Trotz – in ihre jüdische und muslimische Umwelt hineintragen. Gleichzeitig möchten sie Brücken schlagen zu beiden Religionen; denn mit den Juden verbindet sie die gleiche Heilige Schrift, die Wurzeln ihres Glaubens. Zu den Muslimen haben sie das Band der gemeinsamen Kultur und der arabischen Sprache. Während Juden und Muslime auf das Heilige Land als ihr eigenes pochen, können die Christen dazwischen ihre Aufgabe als Brückenbauer wahrnehmen. Hatte doch Jesus zu der Samariterin gesagt, dass die Stunde kommen wird, in der man nicht mehr auf dem Berg Garizim und nicht mehr im Tempel von Jerusalem Gott anbeten wird, sondern im Geist und in der Wahrheit. Die Christen wissen sich ihrem Herrn verpflichtet, dessen Reich nicht von dieser Welt ist. Und damit haben sie die Freiheit, auf die beiden oft so verhärteten Seiten ausgleichend einzuwirken.



Zur Sache


Schule als zentraler Begegnungsort

In jeder lateinischen Gemeinde des Heiligen Landes befindet sich auch eine Schule. Abuna Louis, der Pfarrer und Schuldirektor von Jafa di Nazaret, ist davon überzeugt, dass die Schule in seiner Gemeinde genauso wichtig ist wie die Kirche; denn die Schule ist ein zentraler Begegnungsort der Religionen zwischen Christen und Muslimen. Man beginnt, die Religion des anderen kennenzulernen und sich dabei gegenseitig zu achten. Die Schule bedeutet für Abuna Louis aber auch einen Schnittpunkt der Begegnung unter den Konfessionen: denn dort, in Jafa di Nazaret, treffen sich Kinder aus katholischen, melkitischen, griechisch-orthodoxen, maronitischen und evangelischen Familien. Im täglichen Miteinander wächst gelebte Ökumene. „Die Jugendlichen schleppen am Sonntag ihre Eltern mit in die Kirche“, ergänzt der Pfarrer mit einem Augenzwinkern. „Wer möchte sich schon vor seinen Kindern lumpen lassen und am Feiertag noch in den Federn liegen, während die Jugend die Kirche füllt? So erweist sich die Schule als Werkstatt für eine bessere Gesellschaft von morgen“, erklärt der Abuna mit einem Brustton voller Überzeugung. „Und wer weiß, ob nicht eines Tages aus einer christlichen Schule ein Politiker im Sinne des Ölzweigs und nicht der brachialen Gewalt hervorgeht?“



Friedenslampen


Abuna Raed aus Taybeh, dem Ephraim der Bibel, erinnert sich an die Worte Jesu an Philippus, als die ratlosen Jünger ihn bitten, die Tausenden von Menschen nach Hause zu schicken, als sie den ganzen Tag seinen Worten atemlos gelauscht hatten.
Dann die verblüffende Antwort des Meisters: „Gebt doch ihr ihnen zu essen!“
Dieser Satz ließ Abuna Raed nicht mehr los. „Wie soll ich meinen Leuten helfen, die immer noch treu zur Kirche kommen, die aber nicht wissen, wie sie ihre Familie ernähren können, weil sie ihren Arbeitsplatz verloren haben?“
Pfarrer Raed möchte es so halten wie der kleine Junge, der seine fünf Brote mit den zwei Fischen nicht für sich behalten wollte, sondern in die Mitte gab, damit Jesus das Brotwunder wirken konnte.
Mit der Hilfe von Freunden aus Frankreich baute der Pfarrer in Taybeh eine Töpferwerkstatt. Er stellte zwanzig Leute ein und begann mit der Produktion von Friedenslampen.
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