Ihr Einsatz für die Ärmsten veränderte ihr Leben. Magdalena Söberl, Ingrid Zuniga Zuniga . . . Fotos: Privat.
Die Erfahrungen von ihren freiwilligen Auslandseinsätzen geben Helene Schrems, Ingrid Zuniga Zuniga, Karina Neuhofer und Magdalena Söberl als MessTeam der Katholischen Jugend Dekanat Ried im Innkreis weiter.
Wir im Westen sind so reich, weil die Menschen in den Entwicklungsländern so arm sind. „Das können wir nicht einfach nur hinnehmen, wir müssen etwas tun.“ Mit dieser festen Überzeugung haben vier junge Frauen aus dem Dekanat Ried vor rund drei Jahren ihr Volontariat bei Jugend Eine Welt begonnen: Helene Schrems in Zambia, Ingrid Zuniga Zuniga in Mexiko, Karina Neuhofer im Kongo und Magdalena Söberl in Indien. Ein Jahr lang unterrichtete sie Kinder und Jugendliche, veranstalteten Freizeitprogramme und halfen ihnen beim Kampf gegen Hunger, Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Es war eine Zeit, die ihr Leben stark und nachhaltig verändert hat und den Wunsch weckte, ihre Eindrücke auch daheim in Österreich weiterzugeben.
„Wir müssen was tun.“ Auch deshalb, weil „ein Jahr Volontariat viel zu kurz ist, wenn man die Ungerechtigkeiten zu vermindern versucht“, wie Helene Schrems sagt. „Wir haben so viel gesehen bei unseren Einsätzen. Es ist wie ein Schild, das wir mit uns tragen. Wir können auch jetzt, nachdem wir zurück sind, nicht einfach rumsitzen und nichts tun“, erklärt Karina Neuhofer.
Aufklärung in Messen. Als MessTeam der Katholischen Jugend im Dekanat Ried lassen die vier Studentinnen seit rund zwei Jahren ihre Erfahrungen in Gottesdienste, Vorträge und Präsentationen einfließen. „Es soll bei den Leuten etwas hängen bleiben, wir wollen kleine Veränderungen vorantreiben“, betont Karina. Gesellschaftspolitische Aufklärung geschieht etwa dadurch, wenn immer mehr Leute von der Sinnhaftigkeit des fairen Handels überzeugt sind oder wissen, dass Investitionen in die Bildung Grundvoraussetzung für jede Entwicklungshilfe sind. Und sich immer mehr Menschen denken: „Da müssen wir etwas tun.“
MessTeam
Das MessTeam der Katholischen Jugend Dekanat Ried wurde 2008 mit dem Solidaritätspreis der KirchenZeitung ausgezeichnet.
Als Messteam machen sie auf Ungerechtigkeiten in der Welt aufmerksam und zeigen, wie es besser gehen kann.