Straßenkinder, Flüchtlingskinder, Waisenkinder – es sind die ärmsten der Armen, denen im internationalen Friedenslager der Caritas jährlich im Sommer drei unbeschwerte Ferienwochen ermöglicht werden. „Heuer haben 80 Kinder unterschiedlicher Konfessionen im Alter zwischen zehn und 14 Jahren aus Ägypten, Syrien, Irak und dem Sudan teilgenommen. Mit dabei waren auch Kinder von Leprapatienten aus dem Jemen. Sie haben zum ersten Mal in ihrem Leben nicht nur ihre Heimat und das Leprazentrum verlassen, sondern zum ersten Mal in ihrem Leben auch in einem Restaurant gegessen und das Meer gesehen“, erzählt Stefan Maier, Nahost-Koordinator der Caritas Österreich und Leiter der Caritas-Auslandshilfe Salzburg. Er organisierte bereits zum achten Mal das Friedenslager, das seit 1999 fast jedes Jahr in einem anderen Land des Nahen Ostens stattfindet. Untergebracht waren die Kinder heuer im Kloster Tito der Barmherzigen Schwestern in Alexandria. Bei Ausflügen, Workshops und Aktivitäten wie Basteln oder Fußballspielen sollen u. a. „Vorurteile abgebaut, Freundschaften initiiert und Interesse für andere Kulturen und Religionen geweckt werden“, so Maier.