Die erste Öko-Textilien-Messe in Linz hat gezeigt, dass Mode aus biologischer und fairer Produktion wirklich tragbar ist.
In einem Punkt waren sich die Aussteller/innen der ökologischen und fairen Mode-Messe einig: Die Nachfrage nach ihren Produkten ist steigend. Längst sind es nicht nur spezielle Geschäfte, die gerecht produzierte Kleidung anbieten, sogar große Textilien-Ketten führen eine – wenn auch meist kleine – „Ökoschiene“. Die Kund/innen fragen nach, und darauf reagiert der Handel.
Von Seide bis Wolle. Aus den unterschiedlichsten Materialien konnte man auf der „WearFair“ (Deutsch: „Trage gerecht“) Angebote finden: Seide, Baumwolle, Bambus, und in Linz sind auch die heimische Textilien-Produzenten nicht weit: Wolle undLeinen, die traditionellen Materialien fürStoffe, die seit Jahrhunderten vor allem im Mühlviertel gefertigt werden. Die Nachfrage nach biologischer Produktion ist für heimische Betriebe eine Chance.
Schmückend. Zu sehen gab es auch Schmuck – Edelsteine und -metall aus fairem Handel. Die Ausstellerin sagt, das Material sei schwer zu beziehen, es gibt nicht alle Edelsteine „fair gehandelt“. Gezeigt wurde zudem Schmuck aus Recycling-Material.
Heimtextilien. Bei den Heimtextilien haben die heimischen Produzenten ein gutes Angebot. Bei Tischwäsche und Geschirrtüchern dominiert Leinen. Die Wollverarbeiter mitTaschen, Hausschuhen oder Teppichen profitieren davon, dass Gefilztes in Mode ist.
Lieblingsstücke./b> Dass biologisch und fair produzierte Produkte teurer sind als herkömmliche Massenware, liegt auf der Hand. Die Nachfrage steigt trotzdem. Ein Argument für Ökotextilien, das man auf der Messehören konnte: Wer ein T-Shirt statt eineSaison drei Jahre oder länger tragen kann, kann dafür auch mehr ausgeben. Man muss nur darauf achten, echte „Lieblingsstücke“ zu kaufen, die man dann auch wirklich trägt. - Homepage zur Messe: www.wearfair.at